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Zwecke der Schule erforderlich ist) gelehrt und praktischer Unterricht in
der Holzbearbeitung ertheilt.
Die Schule wird von 16 Tagesschülern, 8 ausserordentlichen und 28
Sonntagsschülern besucht. In der Lehrwerkstätte geniessen 15 Schüler den
Unterricht.
Es wird kein Schulgeld eingehoben.
An Lehrmitteln besitzt die Schule: Vorlagewerke für Bau- und Kunst
tischler- und für Laubsägearbeiten; ferner Fraismaschinen, Circularsägen,
Decoupirsägen, eine Musterdrehbank etc. etc.
Subventionirt wird die Schule vom Handelsministerium, von der Stadt
gemeinde Tachau und vom Bezirksschulfond.
An der Ausstellung betheiligt sich die Schule mit Zeichnungen, Tischler
arbeiten und Schnitzereien.
(b Fachschule für Holzindustrie in Wallern (Böhmen).
Die Schule besteht seit 2. Jänner 1873 und hat den Zweck Holzbild
hauer, Tischler und Drechsler heranzubilden.
Leiter und Lehrer der Schule ist Anton Nelles.
Mit der Schule steht eine Lehrwerkstätte in Verbindung.
Die Schule wird von 18 Tagesschülern frequentirt. Unterrichtsgegen
stände bilden: Zeichnen, Modclliren und Kunst- und Möbeltischlerei.
Es wird kein Schulgeld eingehoben.
An Lehrmitteln besitzt die Schule: 100 Stück Gypsmodelle vom k. k.
österr.Museum; Taubinger’s Zeichenvorlagen und Halmhuber’s Vorlagen für
Bau- und Möbeltischler.
Die Schule wird vom Handelsministerium erhalten. Die Gemeinde ge
währt die üblichen Naturalleistungen.
Von dieser Fachschule gelangten Zeichnungen zur Ausstellung.
7. Die Fachschule für Holzschnitzerei in Gmünd (Kärnten) wurde
am 3. Jänner 1873 eröffnet. An derselben ist als Leiter und Lehrer Carl
Schellhorn angestellt..
Die Aufgabe der Schule besteht darin, tüchtige Holzschnitzer heranzu
bilden, um in den industrielosen Gebirgsthälern Oberkärntens einen neuen
Erwerbszweig einzuführen.
Der Unterricht umfasst: Zeichnen, Modelliren und Holzschnitzen nach
Modellen und Zeichnungen. Bisher ist der Unterricht nicht über das Frei
handzeichnen hinaus gediehen, wesshalb auch nur einige Freihandzeichnun
gen der Schüler zur Ausstellung gelangen konnten.