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Full text : Nordböhmen auf der Weltausstellung in Wien 1873, Gruppe IX (Stein-, Thon- und Glas-Industrie)

Stein-,  Thon-  und  Glasindustrie.

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von  mehr  als  fl.  15.000;  ihre  Erzeugnisse  sind  echte  böhmische, ­
  tiroler,  orientalisch  geschliffene  Fass-  und  Schnur-Granaten. ­
  Ringsteine  jeder  Art  (Topas.  Amethyst,  Saphir,  Rubin^
Onix,  Oaleedon  etc.),  Corallen,  Medaillon-Gläser,  Glas-  und
Compositionssteine,  imitirte  Lava-Artikel  für  Bijouterie  etc..
von  welchen  manigfaltigen  Gegenständen  aber  nicht  jeder  in
dem  beschränkten  Ausstellungsobjecte  vertreten  ist;  der  Schliff
der  vorgelegten  Steine  ist  tadellos.
An  Schlechte  &  Co.  lehnt  sich  die  Firma  der  Wiener
Edelsteinhändler  F.  Kraus  &  Roth  mit  ähnlichen  Producten
  ihrer  Turnauer  Steinschleiferei,  über  deren  Umfang  uns
jedoch  nähere  Angaben  fehlen.  —  Nur  uneigentlich  hierher
gehören  die  „böhmischen  Steine,  gefasst  in  Elfenbein  und
Büffelhorn“,  welche  der  Prager  Händler  Josef  Reif  exponirt.
Eine  schon  flüchtig  erwähnte,  echt  böhmische  Specialität
sind  die  in  derselben  Gallerie  9  A  von  Wilhelm  E.  Menzel
in  Teplitz,  Gehr.  Kratochwil  in  Swietla  und  Adolt
Schmitt  in  Deutschbrod  ausgestellten  rohen  und  geschlffenen
  „böhmischen  Granaten“.
Wie  im  Allgemeinen  der  „europäische“  vor  dem  „orientalischen“, ­
  so  zeichnet  sich  bekanntlich  wieder  unter  den  „böhmischen ­
  Granaten“  durch  sein  grösseres  Feuer  und  seine  ausseiordentliche
  Härte  der  in  dem  Leitmeritzer  Kreise  gewonnene
Granat  vor  dem  des  Czaslauer  Kreises  aus.  Dieses  längst  feststehende ­
  Urtheil*)  erhärten  denn  aufs  Neue  auch  die  drei
nominirten  Ausstellungen.  Menzefs  Granaten,  aus  der  (legend ­
  von  Dlaskowitz  und  Tfiblitz,  werden,  wie  der  erste
Blick  belehrt,  in  Bezug  auf  die  hervorgehobenen  Eigenschaften ­
  nicht  entfernt  von  jenen  Schmitt’s  und  der  Gebr
Kratochwil  erreicht,  welche  sämmtlich  den  um  die  Mitte
des  vorigen  Jahrhunderts  von  dem  Grafen  Philipp  Kolowrat-:

 )  S.  Jos.  Sehreyer,  Commerz  etc.  II,  87  fg.
            
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