Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Nordböhmen auf der Weltausstellung in Wien 1873, Gruppe IX (Stein-, Thon- und Glas-Industrie)

14

V.  Heft.  Gruppe  IX.

Ki-akowsky  auf  der  Herrschaft  Swietla  angelegten  Gruben
entnommen  sind.  Die  alte  Granaten  -  Bohr  -  und  Schleif-Pabrik
  zu  Swietla  ist  nun  längst  verfallen;  die  Granaten-Gewinnung
  hat  dort  sehr  an  Ausdehnung  verloren.  Aber
auch  die  des  Leitmeritzer  Kreises  ist  bei  Weitem  nicht
mehr  dieselbe  wie  ehedem,  am  allerwenigsten  an  den  Fundorten, ­
  auf  welchen  sie  ursprünglich  am  lebhaftesten  betrieben
wurde:  in  Merunitz  (Hft.  Liebshausen),  wo  die  Ueberhandnahme
  des  Wassers  in  den  bergmässig  angelegten  Gruben
schon  im  Jahre  1821  zur  Auflassung  der  Baue  nöthigte,  und
Libochowitz,  woselbst  durch  lange  Zeit  eine  ansehnliche  Gesellschaft, ­
  an  deren  Spitze  Menzel’s  Grossvater  stand,  Gewinnung, ­
  Bearbeitung  und  Vertrieb  der  Granaten  in  grossem  Stile
leitete,  bis  zu  ihrer  Auflösung  in  den  dreissiger  Jahren.  Die
Förderungsmenge  der  nun  sozusagen  einzigen  Fundorte  des
Leitmeritzer  Kreises,  Dlaskowitz  und  Tfiblitz  (ausser  den  Genannten ­
  exponirten  nur  noch  die  Fürsten  Schwarzenberg  rohe
Granaten,  u.  z.  von  den  Domainen  Wrschowitz  und  Lobositz),
lässt  sieh  bei  der  Unregelmässigkeit  des  Betriebes  auch  an
diesen  Orten  —  in  den  Sommermonaten  ruht  die  Arbeit  meistens ­
  gänzlich  —  nicht  einmal  annähernd  fixiren.  Wir  bedauern ­
  sehr,  dass  dem  interessanten  Ausstellungs  -  Objecte
Menzel’s  seitens  der  intern.  Jury  jede  Beachtung  versagt  wurde,
setzen  aber  diesen  mislichen  Umstand  abermals  (s.  IV.  Heft)
nur  auf  Rechnung  des  famosen  „General-Cataloges“  der  Weltausstellung, ­
  welcher,  weil  beispielsweise  alle  Juwelierarbeiten  in
Gruppe  VII  („Metallwaaren“)  rangirend,  die  rohen  und  geschliffenen, ­
  wenn  auch  nicht  „gefassten“  Granaten  Menzel’s
ebenfalls  unter  „Metallwaaren“  verzeichnete  (!).*)
*)  Gen.-Cat.  (1.  Aufl.),  S.  80;  die  2.  Aufl.  (S.  515)  und  der
österr.  SpeciabCatalog  (S.  301)  suchten  den  Fehler  gut  zu  machen,
erschienen  aber  doch  —  im  Monate  October  —  viel  zu  spät,  um
der  bereits  am  9.  August  d.  J.  aufgelösten  Jury  überhaupt  von  einigem ­
  Nutzen  sein  zu  können.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.