Stein-, Thon- und Olasinduftrie.
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Die Firma Conrath & Hauptmann, gleichfalls ävsserst
manigfaltig in dem Gebotenen, leistet besonders Gelungenes
an Imitationen in „Kaiserbronze“, während die besten
Objecte Eichler’s aus dessen beiden Fabriken durch ein
anmuthendes „Silberbronze“ wirken. — Den verhältnismässiggeringsten
Effect erzielt die Exposition Anton Tschinkel’s,
welche, abgesehen von wenigen anspruchslosen Porzellanservicen,
beinahe ohne Ausnahme aus gewöhnlicher, fast nur einfarbiger,
obgleich reich vergoldeter Marktwaare besteht und
nur durch einen Aufsatz in „Silberbronze“ den Beleg zu liefern
scheint, die Firma vermöge auch Gelungeneres hervorzubringen.
Die Beurtheilung der abgehandelten Ausstellergruppe,
durch die, wie angedeutet, äusserste Verschiedenartigkeit der
vorgelegten Objecte freilich sehr erschwert, wurde von Seite
der internationalen Jury gar leicht genommen, nur allzu leicht,
indem sie einfach allen diesen Ausstellern ohne -Unterschied
das — Anerkennungsdiplom votirte und dabei nur mit Anton
Tschinkel eine Ausnahme machte, der für die „Umwandlung
der Siderolith- in eine Porzellanfabrikation“ (sic) die Verdienst-Medaille
davontrug. Der Unbefangene urtheile über
solch’ ein Urtheil. —
Mit Bericht vom 15. August v. JA) hat die Reichenberger
Handels- und Gewerbekammer das k. k. Handelsministerium
auf die ausserordentliche Wichtigkeit des Fachschul-Unterriehtes
speciell für die bei der Siderolithwaarenerzeugung
beschäftigten Arbeiter aufmerksam zu machen und deshalb
auf die Errichtung möglichst vieler Fachzeichnenschulen, vorzüglich
in den Bezirken Tetschen, Aussig und Teplitz hinzuwirken
gesucht, Wie wir einzelnen Localblättern dieser Ge-*)
Siehe des Verf. „Gewerbe und gewerbliche Fachschulen im
nördlichen Böhmen“ I. (1873), Seite 13.