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V. Heft. Gruppe IX.
und Anderer Erachtens sehr wohl den Vergleich mit fremdländischer
Concurrenz. — Luster und Candelaber in Krystall
sowie verschiedene mit Bronze montirte Gefässe brachten
F r e n z e 1 & Walter und Elias Palme. Beide kennzeichnet
ebenso eine glückliche Oombination wie ein sichtliches
Bemühen, abzulenken vom Althergebrachten. Manchem Besucher
drängte sich der Wunsch auf, dass es den Genannten
verstattet worden wäre, ihr Erzeugnis, namentlich Luster, in
derselben Anzahl wie etwa die Herren Lobmeyr auszustellen;
der Eindruck wäre ein grossartiger gewesen.
Meistentheils billigere Verbrauchsgegenstände, doch nicht
völlig ausgesprochener Geschmacksrichtung, sind die von Sebastian
Weidlich (etabl. 1850) producirten Waaren. —
Die Ausstellung von Josef Zahn & Co. (etabl. 1812) besteht
aus Vasen, Tafelaufsätzen, Glasstürzen, Flacons u. s. w. von
ungleichem Werthe. — Als Aussteller ist noch Aug. Neumann
zu nennen.
Ausser den beiden Vororten des Glasraffineriedistrictes
Haida-Steinschönau haben noch — sämmtlich durch je Einen
Vertreter — die Industrialorte Blottendorf, Langenau,
Meistersdorf, bez. Ulrichsthal, und B.-Leipa die
Weltausstellung mit Hohlglaswaaren beschickt. Ihre Gaben
schliessen in würdiger Weise den überreichen Kranz des schon
Geschauten. „Ausgezeichnete Waare brachte die Firma Johann
Hermann Adam in Langenau (recte Blottendorf)
in Farbenglas und Halbkrystall. Clemens Kasch in Ulrichsthal
und Meistersdorf (gegr. 1855) lieferte eine sehr reiche
Auswahl von gut gravirten, im antiken (?) Stile gehaltenen
Gegenständen und Farbenglas. S. Reich & Co. (gegr. 1818)
haben ihre Objecte decorativ hübsch ausgestattet. Doch unwillkürlich
muss man nach Einsichtnahme in deren Denkschrift
fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, deren gewöhnliche
Gebrauchsartikel in wo möglich verbesserter Form und