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Full text : Nordböhmen auf der Weltausstellung in Wien 1873, Gruppe IX (Stein-, Thon- und Glas-Industrie)

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V.  Heft.  Gruppe  IX.

und  Anderer  Erachtens  sehr  wohl  den  Vergleich  mit  fremdländischer ­
  Concurrenz.  —  Luster  und  Candelaber  in  Krystall
sowie  verschiedene  mit  Bronze  montirte  Gefässe  brachten
F  r  e  n  z  e  1  &  Walter  und  Elias  Palme.  Beide  kennzeichnet ­
  ebenso  eine  glückliche  Oombination  wie  ein  sichtliches
Bemühen,  abzulenken  vom  Althergebrachten.  Manchem  Besucher ­
  drängte  sich  der  Wunsch  auf,  dass  es  den  Genannten
verstattet  worden  wäre,  ihr  Erzeugnis,  namentlich  Luster,  in
derselben  Anzahl  wie  etwa  die  Herren  Lobmeyr  auszustellen;
der  Eindruck  wäre  ein  grossartiger  gewesen.
Meistentheils  billigere  Verbrauchsgegenstände,  doch  nicht
völlig  ausgesprochener  Geschmacksrichtung,  sind  die  von  Sebastian ­
  Weidlich  (etabl.  1850)  producirten  Waaren.  —
Die  Ausstellung  von  Josef  Zahn  &  Co.  (etabl.  1812)  besteht
aus  Vasen,  Tafelaufsätzen,  Glasstürzen,  Flacons  u.  s.  w.  von
ungleichem  Werthe.  —  Als  Aussteller  ist  noch  Aug.  Neumann ­
  zu  nennen.
Ausser  den  beiden  Vororten  des  Glasraffineriedistrictes
Haida-Steinschönau  haben  noch  —  sämmtlich  durch  je  Einen
Vertreter  —  die  Industrialorte  Blottendorf,  Langenau,
Meistersdorf,  bez.  Ulrichsthal,  und  B.-Leipa  die
Weltausstellung  mit  Hohlglaswaaren  beschickt.  Ihre  Gaben
schliessen  in  würdiger  Weise  den  überreichen  Kranz  des  schon
Geschauten.  „Ausgezeichnete  Waare  brachte  die  Firma  Johann ­
  Hermann  Adam  in  Langenau  (recte  Blottendorf)
in  Farbenglas  und  Halbkrystall.  Clemens  Kasch  in  Ulrichsthal ­
  und  Meistersdorf  (gegr.  1855)  lieferte  eine  sehr  reiche
Auswahl  von  gut  gravirten,  im  antiken  (?)  Stile  gehaltenen
Gegenständen  und  Farbenglas.  S.  Reich  &  Co.  (gegr.  1818)
haben  ihre  Objecte  decorativ  hübsch  ausgestattet.  Doch  unwillkürlich ­
  muss  man  nach  Einsichtnahme  in  deren  Denkschrift ­
  fragen,  ob  es  nicht  besser  gewesen  wäre,  deren  gewöhnliche ­
  Gebrauchsartikel  in  wo  möglich  verbesserter  Form  und
            
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