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Full text: Die Verwendung weiblicher Arbeitskräfte in der Fabriks-Industrie und in einzelnen Zweigen des Verkehrswesens Österreichs : erläuternder Text zu einer Abtheilung der Ausstellung im Frauen-Pavillon, Weltausstellung 1873 in Wien

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Mehr denn als alle schöngeistigen Ergüsse sind daher Bestrebungen 
wie jene des k. k. Museums für Kunst und Industrie oder der Frauenerwerb 
vereine in Wien und Prag und der Handelsakademie in Graz zu begrussen. 
Nach wenigen Jahren zählend, sind diesen Instituten dennoch sowohl m 
Bezuo- auf die Erweiterung des weiblichen Arbeitsgebietes, wie in Bezug au 
die bessere Beherrschung desselben, die erfreulichsten Resultate zu dan en. 
Materiale namentlich in dieser Richtung zu bieten, ist einer der Haupt 
zwecke dieser Studie, die übrigens als nicht mehr erscheinen will, als sie 
wirklich ist — ein Beitrag nämlich zur Geschichte unserer Industrie, ein 
Beitrag zur Charakteristik unserer socialen Zustände, ein Beitrag endlich 
zur Frage des auf dem Gebiete des Bildungswesens Anzustrebenden.. 
So möo-e denn diese Arbeit, um der zu Grunde hegenden Absicht 
willen, sich freundlicher Aufnahme und in Würdigung der entgegen 
gestandenen Schwierigkeiten, wohlwollender Beurtheilung zu erfreuen 
haben ! — 
Angenehme Pflicht ist es, hier all den Industriellen wärrnstens zu 
danken, welche durch ihre Mitwirkung die Durchführung dieser Ausstellung 
ermöglichten. Nicht ohne Befriedigung kann dessen gedacht werden, dass 
die erbetene Unterstützung in allen Fällen bereitwilligst gewährt wurde, 
ungeachtet sie häufig nicht unerheblichen Aufwand an Muhe und Opfern 
erheischte. „ . , . . • , j 1 . 
Die Namen der Industriellen sind im Texte angeführt; hier ist dahei 
der Ort auch der Nicht-Industriellen zu gedenken, deren Mitwirkung das 
Zustandekommen der reichen Sammlung graphischer Darstellungen zu dan 
ken ist. Es sind diess: Dr. Haass in Prag, Dr. Hallwich in Reichenberg 
und Adolf Stepanek in Pilsen. 
Wien, April 1873. 
Dr. Migerka.
	        
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