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Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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n  i  k  u  m,  sowie  mehrere  zur  Erlangung  theologischer,  juridischer ­
  und  chirurgischer  Studien  bestehende,  ebenfalls  in  die
Reihe  der  höheren  Lehranstalten  gehörige  Fachschulen.
Die  I  e  s  t  e  r  Universität,  welche  durch  den  Cardinal
und  Landesprimas  Peter  Päzmäny  im  Jahre  1635  in  Tirnau
euichte,  und  durch  die  goldene  Bulle  König  Ferdinand  II.  mit
den  entsprechenden  Vorrechten  und  Privilegien  der  Universitäten
bekleidet  wurde,  bestand  Anfangs  nur  aus  zwei,  seit  dem  Jahr
1667  mit  dem  Hinzutreten  der  juridischen  Abtheilung  aus  drei
Facuhäten  ,  wurde  endlich  in  Folge  der  freigebigen  Stiftungen ­
  Maria  Theresia's  durch  Hinzukommen  mehrer  Lehrkanzeln ­
  für  die  medizinische  und  für  die  übrigen  Facultäten  zu
einer  königlichen  Universität  umgestaltet,  und  nach  Aufhebung
des  Tyrnauer  Jesuiten-Collegiums  mit  dessen  Gesammt-Vermögen
  beschenkt,  im  Jahre  177  /  nach  Ofen  in  die  königliche  Burg
verlegt,  von  wo  sie  im  Jahre  1784  nach  Pest  in  ihren  heutigen
Sitz  übersiedelte.  Die  Universität  erhielt  im  Sinne  des  XX.  Gesetzartikels ­
  vom  J.  1848  eine]  auf  das  Princip  der  Lehrfreiheit
basirte  neue  Organisation,  welche  seit  dem  Bestehen  der  selbsstäudigen
  Regierung  nach  vielen  Richtungen  ergänzt,  ihrer  endgültigen
Fesstellung  von  Seite  der  Gesetzgebung  harrt.  Unterdessen  wurden ­
  durch  einzelne  Ministerial-Erlässe  erfreuliche  Verfügungen
sowohl  bezüglich  der  Vermehrung  der  Lehrkräfte  und  Lehrmittel
als  auch  behufs  Steigerung  der  Lehr  Wirksamkeit,  getroffen.  Audi
wirkte  die  Landesvertretung  in  patriotischer  Weise  theils  durch
bereitwillige  Votirung  eines  grossem  Jahres-Budgets,  theils  durch
sonstige  heilsame  Beschlüsse  zum  angestrebten  Aufblühen  der
alma  mater  hin.
Die  periodische  Entwickelung,  welche  die  königlich  ungarische ­
  Universität  sowohl  hinsichtlich  ihrer  Lehrkräfte  als
auch  ihrer  Höreranzahl  aufweist,  ist  aus  nachfolgendem  Ausweise
deutlich  ersichtlich:

Es  betrug  nämlich  die  Zahl:

Im  Jahre  1860-1
»  1861-2
»  1862-3
»  1863-4
»  1864-5
»  1865-6
»  1866-7
»  1867-8

des  gesammten
Lehrerpersonals
70
62
'72
76
76
82
91
98

der  gesammten
Hörer
1313
1506
1644
1831
1901
1996
2116
2145
            
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