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MAK

Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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b.  Die  Forstcultur.
In  den  ausgebreifeten  Forsten  unseres  Vaterlandes  ist ;  der-Natur
  unserer  Hauptholzgattungen  und  unseren  Forstverhältnissen ­
  entsprechend,  die  Wiederverjungung  auf  natürlichem  Wege
im  Gebrauche,  doch  kann  auch  die  Walderziehung  auf  künstlichem ­
  Wege,  nämlich  durch  Samenaussaat  und  Pflanzung  von
Setzlingen  keineswegs  als  ausser  Anwendung  stehend  betrachtet
werden,  besonders  in  neuerer  Zeit,  wo  die  mit  Fichten  gemischten ­
  Tannenbestände,  oder  die  mit  Buchen  gemengten  Nadelholzwaldungen ­
  nach  unsern  Wirthschaftsplänen  in  viel  werthvollere
Fichten  oder  reine  Nadelholzbestände  umgewandelt  werden  sollen,
wodann  zu  diesem  Zwecke  nach  Führung  von  Kahlschlägen  die
Pflanzung  mit  gutem  Erfolge  betrieben  wird.
Der  denkendere  Theil  unserer  Forstwirthe  verfolgt  bereits,
wegen  der  immer  mehr  sich  verbreitenden  Steinkohle,  der  Vervollkommnung ­
  unserer  Heizapparate,  so  wie  wegen  Verminderung ­
  des  Brennholzwerthes,  die  richtige  Ansicht,  dass  in  unsern
Waldungen  mehr  Bau-,  Werk-  und  zu  Sägefabricaten  verwendbares ­
  Holz  aufzuziehen  sei.
Unter  den  Betriebsarten  können  wir  als  den  allgemein  gebräuchlichen ­
  den  Hochwaldbetrieb  bezeichnen.  —  Der  Mittelwaldbetrieb, ­
  welcher  nur  nach  der  jetzt  im  Werke  begriffenen
Segregation  eine  Zukunft  haben  wird,  ist  gegenwärtig  sozusagen
gar  nicht  im  Gebrauche.  —  Der  Niederwaldbetrieb  ist  seiner
Natur  nach  nur  in  milderen  Gegenden,  bei  einzelnen  Besitzern
kleinerer  Waldungen,  oder  abgesehen  von  diesen  nur  dort  im
Gebrauche,  wo  mit  ihm  zugleich  die  Produktion  der  Eichenlohrinde ­
  verbunden  ist.
Der  Hochwaldbetrieb  wird  je  nach  Umständen  abwechselnd
durch  Anwendung  des  Kahlhiebs,  des  successiven  Verjüngungshiebs
  und  der  Plenterwirthschaft,  in  beinahe  gleichem  Verhältnisse ­
  durchgeführt.
Die  Bewaldung  der  Flugsandflächen  nimmt  in  Folge  des
immer  steigenden  Grund-  und  Holzwerthes  und  der  beinahe  allgemein ­
  gefühlten  Nothwendigkeit  einen  erfreulichen  Aufschwung,
und  können  wir  als  hervorragende  Beispiele  die  Sandwälder  der
Puszta  Vacs  und  der  Banater  Grenze  hervorheben,  in  welch  letzterer ­
  bis  jetzt  16,000  Joch  Sandflächen  der  Waldcultur  unterzogen
wurden.
            
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