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Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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rechnete  Kubikinhalt  des  Holzes  nach  dem  Preise  eines  Kubik-Schuhes
  bewerthet.
Als  Masseinheit  gilt  die  6  Schuh  lange  sogenannte  Wiener
Klafter.  Die  Brennholz-Klafter  wird  nach  diesem  Masse  erzeugt
und  ist  gewöhnlich  6'  breit,  6'  hoch 1  mit  3'  langen  Scheiten,
wozu  im  Walde  behufs  Ausgleichung  des  in  Folge  des  Austrocknens ­
  erfolgenden  Schwindens  des  Holzes,  eine  gewöhnlich
6zöllige  Darrschichte  gelegt  wird.
Die  Holzpreise  variiren  nach  den  Verhältnissen  der  einzelnen ­
  Gegenden.
Der  Durchschnittspreis  des  Bau-  und  Werkholzes  für  das
ganze  Land  beträgt  am  Stocke  im  Walde  für  1  Kubikfuss:

Eichenholz  10—25  kr.
Fichten-  und  Tannenholz  .  8—15  »
Weiss-  und  Schwarzföhrenholz  6—12»
Lärchenholz  20—30  »
Buchen-,  Ulmen-  und  Eschenholz,  oder  andere  ähnliche, ­
  minder  gesuchte  Holzarten  ....  4—12  »

Die  Waldweide  und  Mast  bildet,  unseru  Agriculturverhältnissen
  und  dem  im  Stadium  der  Entwickelung  begriffenen
Zustande  der  Forstcultur  entsprechend,  an  vielen  Orten  ein  nicht
unerhebliches  Nebeneinkommen  und  wird  bei  grossem  Herrschaften ­
  grösstentheils  durch  eigene  Viehzucht  nutzbringend  gemacht, ­
  bei  kleinerem  Besitze  aber,  wie  nicht  minder  in  den
Staatsforsten,  im  Wege  der  Versteigerung  vergeben,  während  an
andern  Orten  das  Vieh  nur  gegen  Erlag  einer  bestimmten,  der
Grösse  der  Thiergattungen  und  der  Ergiebigkeit  der  Nutzung
entsprechenden,  von  10  Kreuzer  angefangen  bis  2  Gulden  betragenden ­
  Weide-  oder  Masttaxe  nach  Stückzahl  in  den  Wald  gelassen ­
  wird.
Die  Knoppern  bilden  in  den  Stieleichenbeständen  der
südlichen  Gegenden  gleichfalls  einen  werthvollen  Nebenertrag;
mittelmässige  Knoppernernten  pflegen  jedes  5—6-te  Jahr  wiederzukehren, ­
  höchst  reichliche  Ernten  pflegen  (regelmässig  nach
8—10  Jahren)  in  solchen  Jahrgängen  einzutreten,  in  welchen
die  Stieleichen  reichlich  blühen,  diese  Blüthen  von  Spätfrösten
verschont  bleiben  und  zur  Zeit  des  Ausflugs  nnd  der  Begattung
der  Knoppern-Gallwespen  ein  mildes,  warmes  Wetter  herrscht;
in  solchen  Jahren  vermag  sodann  ein  2—3000  Joche  umfassen-
            
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