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Dort, wo Mangel an physischer Arbeitskraft, an Holzschlägern
und Fuhrkräften fühlbar wird, ist die Ursache hievon vielmehr
in der geringen Volkszahl zu suchen, solche Fälle etwa
ausgenommen, wo dem Ackerbauer oder der übrigen vom Handerwerb
lebenden Volksklasse eine vorausgegangene reiche Ernte
einen ruhigen Winterunterhalt gewährt, oder in welchen besser
zahlende Bau- und Industrie-Unternehmungen die bei Waldarbeiten
meist im festgesetzten Geding und nicht im SchichteDlohn
beschäftigen Arbeitskräfte der Waldarbeit entziehen.
Die guten Holzschläger Galiziens und Krains sind zur Besorgung
der Holzfällungs- und Zurichtungs-Arbeiten noch immer
in genügender Anzahl und zu mässigem Arbeitspreis zu bekommen,
sowie auch die nöthigen Fuhrkräfte dadurch gesichert werden
können, dass man den Nutzgenuss der Waldweiden oder
Waldwesen der Bevölkerung der bezüglichen Gegend nicht gegen
Baarzahlung, sondern gegen eine bestimmte Holzausfuhrs-Leistung
pachtweise überlässt, wobei in der Regel dem Waldbesitzer
auch noch der Vortheil erwächst, dass er gewöhnlich das
zwei bis dreifache jenes Betrages gewinnt, welcher ausonst an
baarem Pachtzins eingeflossen wäre.
Die Klafterholzerzeugung kommt durchschnittlich pr. Klafter
auf 80 kr. bis 1 fl. 60 kr. zu stehen ; die Erzeugung des Bauund
Nutzholzes pr. Kubikschuh auf 4—15 kr.; die Erzeugung
von 1 Kubikschuh Schuittmateriale einschliesslich der gesammten
Sägekosten auf 3—6 kr. Eine 2-spännige Tagfuhr kostet
2 bis 6 fl.
g. Forstschutz und Forstpolizei.
Die durch die natürlichen Ereignisse verursachten Schäden
sind viel weniger belangreich, als jene durch Menschen und die
von diesen betriebene Viehzucht verursachten Eingriffe. Erstere,
wie z. B. Insektenfrass, Windbrüche, Lavinen u. d. gl. sind selten.
Von den Insekten tritt am häufigsten in Nadelhölzern der
Borkenkäfer, in Eichenbeständen der Schwammspinner (Phaläna
dispar) und der Goldafter (Phaläna chrysorrhäa) verheerend
auf.
Waldbrände kommen am häufigsten im Frühjahr und zur
Herbstzeit vor und ist der Grund ihrer Entstehung nicht selten
darin zu suchen, dass man an Stelle der so verwüsteten Wald-