• sowie, im Zusammenhänge mit dieser, auch die Biegung«- und
Drehunga-Elasticität der Holzkörper oder Schäfte besteht, um
hiedurch stichhältige Factoren zur Bestimmung des technischenund
Geldwerthes der heimischen Hölzer liefern zu können.
9. Der Bergbau.
Ungarn nimmt in Bezug auf den Bergbau unter den europäischen
Staaten unstreitig eine hervorragende Stelle ein. Es
besitzt dasselbe nämlich unerschöpfliche Salz-, Eisen und Kohlenlager,
sowie reiche Kupfer-, Silber-, Gold- und andere Erzgänge,
welche schon in alten Zeiten einen grossartigen Metallbergbau
entwickelten, und in Folge ihrer segensreichen Resultate mehrere,
wegen Unfruchtbarkeit des Bodens sonst zu Ansiedelungen
nicht geeignete Gegenden unsers Landes bevölkerten, wodurch
auch die reichen Bergstädte entstanden. Der Metallbergbau gerieth,
mit Ausnahme der Eisenindustrie, in der neuerem Zeit
merkbar in Verfall; dagegen erlangten die Letztere, sowie auch
der Kohlenbergbau einen ausserordentlichen Aufschwung und
nähern sich mit raschen Schritten der in ihren natürlichen Verhältnissen
begründeten Entwickelung.
Die Districte, wo vorzüglich der Bergbau auf Metalle (die
Eisenindustrie nicht mit inbegriffen) betrieben wird, sind fol
gende: 1. der Schemnitzer- und Kremnitzer, 2. der oberungarische,
3. der nagybänyaer, 4. der siebenbürger und 5 der banater
Bezirk.
a) Der Schemnitzer und Kremnitzer Montan-D
i s t r i c t.
Der Schemnitzer und Kremnitzer Montan-Districl ist eines
der interessantesten Trachytgebiete Ungarns. Deren Hauptmasse
bilden Granit, Gneiss, Syenit und die darauffolgenden devonischen
Schiefer und Quarzite, werfener Schiefer und Triaskalksteine.
Deren mittlerer Kern wird von Grtinstein eingenommen
, welcher wieder von Trachyt umgeben ist. Der Grünstein
geht fast unmerklich in Trachyt über und bildet nur eine Varietät
desselben, welche gemeiniglich Grünstein - Trachyt oder
Timacit genannt zu werden pflegt.
Von beiden Gesteinen kommen auch quarzhaltige Abarten
(Dacit und Rhyolit) vor. Die Tuffe der Eruptiv-Gesteine sind
ebenfalls stark entwickelt, und da sie nach den in ihnen vorkommenden
Versteinerungen aus der Neogen-Periode stammen,