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Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

•  sowie,  im  Zusammenhänge  mit  dieser,  auch  die  Biegung«-  und
Drehunga-Elasticität  der  Holzkörper  oder  Schäfte  besteht,  um
hiedurch  stichhältige  Factoren  zur  Bestimmung  des  technischenund
  Geldwerthes  der  heimischen  Hölzer  liefern  zu  können.
9.  Der  Bergbau.
Ungarn  nimmt  in  Bezug  auf  den  Bergbau  unter  den  europäischen ­
  Staaten  unstreitig  eine  hervorragende  Stelle  ein.  Es
besitzt  dasselbe  nämlich  unerschöpfliche  Salz-,  Eisen  und  Kohlenlager, ­
  sowie  reiche  Kupfer-,  Silber-,  Gold-  und  andere  Erzgänge,
welche  schon  in  alten  Zeiten  einen  grossartigen  Metallbergbau
entwickelten,  und  in  Folge  ihrer  segensreichen  Resultate  mehrere,
wegen  Unfruchtbarkeit  des  Bodens  sonst  zu  Ansiedelungen
nicht  geeignete  Gegenden  unsers  Landes  bevölkerten,  wodurch
auch  die  reichen  Bergstädte  entstanden.  Der  Metallbergbau  gerieth,
  mit  Ausnahme  der  Eisenindustrie,  in  der  neuerem  Zeit
merkbar  in  Verfall;  dagegen  erlangten  die  Letztere,  sowie  auch
der  Kohlenbergbau  einen  ausserordentlichen  Aufschwung  und
nähern  sich  mit  raschen  Schritten  der  in  ihren  natürlichen  Verhältnissen ­
  begründeten  Entwickelung.
Die  Districte,  wo  vorzüglich  der  Bergbau  auf  Metalle  (die
Eisenindustrie  nicht  mit  inbegriffen)  betrieben  wird,  sind  fol
gende:  1.  der  Schemnitzer-  und  Kremnitzer,  2.  der  oberungarische, ­
  3.  der  nagybänyaer,  4.  der  siebenbürger  und  5  der  banater
  Bezirk.
a)  Der  Schemnitzer  und  Kremnitzer  Montan-D
  i  s  t  r  i  c  t.
Der  Schemnitzer  und  Kremnitzer  Montan-Districl  ist  eines
der  interessantesten  Trachytgebiete  Ungarns.  Deren  Hauptmasse
bilden  Granit,  Gneiss,  Syenit  und  die  darauffolgenden  devonischen ­
  Schiefer  und  Quarzite,  werfener  Schiefer  und  Triaskalksteine. ­
  Deren  mittlerer  Kern  wird  von  Grtinstein  eingenommen ­
  ,  welcher  wieder  von  Trachyt  umgeben  ist.  Der  Grünstein
geht  fast  unmerklich  in  Trachyt  über  und  bildet  nur  eine  Varietät ­
  desselben,  welche  gemeiniglich  Grünstein  -  Trachyt  oder
Timacit  genannt  zu  werden  pflegt.
Von  beiden  Gesteinen  kommen  auch  quarzhaltige  Abarten
(Dacit  und  Rhyolit)  vor.  Die  Tuffe  der  Eruptiv-Gesteine  sind
ebenfalls  stark  entwickelt,  und  da  sie  nach  den  in  ihnen  vorkommenden ­
  Versteinerungen  aus  der  Neogen-Periode  stammen,
            
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