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Full text: Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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ist 68 unzweifelhaft, dass die Schemnitzer Bildungen aus neuerer 
Zeit datiren. 
Auf manchen Orten des Trachytgebietes erheben sich Ba 
saltberge, deren hervorragendster der Schemnitzer Kalvarien 
berg genannt werden kann. 
Die Erzlager theilen sich in zwei Gruppen: 
Die eine Gruppe ist die Schemnitzer im Grünstein-Trachyt, 
die zweite Gruppe ist die Hodrusbänyaer, welche im Syenit 
auftritt. 
Die Schemnitzer Haupterze streichen ziemlich parallel mit 
einander in südlicher Richtung hin, mit Ausnahme des There 
siaganges und fallen gegen Sudwesten zu. Die Mächtigkeit der 
selben variirt zwischen 4 bis 20 Klaftern. 
Das Materiale (Ganggestein) der einzelnen Haupterzgänge 
ist nicht überall gleich. 
Es bildes jedoch der Quarz mit seinen verschiedenen Va 
rietäten überall* die eigentliche Gangmasse. Die Haupterze der 
Gänge sind: gold- und silberhaltiger Bleiglanz, Polybasit. Silber 
glanz, melanartiges Roth-Silbererz, silberreiches Fahlerz, gold 
haltiger Eisenkies u. s. w. 
Seltener findet sich Gold im gediegenen Zustande. 
Hinsichtlich der Ausdehnung, des Erzgehaltes und Metall- 
Reichthums nimmt unter den Erzgängen der Korodagang den er 
sten Platz ein. Derselbe hat eine Mächtigkeit von 20 Klaftern, 
und ist an seinem Anfänge auf eine Meile und am Ende auf 
280° aufgeschlossen. Im nordöstlichen Theile dieses Erzganges 
kommen fein vertheiltes gediegenes Gold, Silber und goldhaltiger 
Bleiglanz, öfter auch Kupferkies, und in seinem südwestlichen 
Theile hauptsächlich Silbererze vor. 
Nach dem Korodaerzgangc ist der wichtigste die grüne Ader. 
Die Mächtigkeit derselben beträgt in den tiefem Horizonten mit 
Hinzurechnung der Seiten-Ausläufer manchmal 10 Klafter. Der 
Gang besteht aus einer zähen oder schmutzigen weissen Haupt 
masse, welche an vielen Stellen in fetten Thon übergeht. Das 
grüne ; Lager enthält Silbererze, und zwar hauptsächlich Stepha- 
nit; Argentit und Polybasit kommen mit Stephanit vermengt, 
und nur selten allein in dichter oder crystallisirter Form vor. 
Gediegenes Silber und Rothsilbererz wird selten gefunden. Die 
Erzlager sind immer von Pyrit begleitet, welcher dieselben häufig
	        
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