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MAK

Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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II.  Steinkohlenlager  der  Lias  -  Formation..
Hieker  gehören  die  Fiinfkirchner  Kohlenlager  im  Baranyaer  Comitat,
  die  Brzaszkaer  in  der  serbisch-bauater  Militärgrenze,  die-Domänyer
  neben  Reschitza  im  Krassoer  Comitat;  ferner  treten  in,
Siebenbürgen,  in  der  Nähe  von  Kronstadt  auf  dem  Hotter  von
Hoibak  und  Neustadt  Kohlenlager  auf,  die  man  jedoch  bisher
auszubcuten  nicht  vermochte.
Im  Fünfkirebner  District  kommen  Uber  70  Kohlenlager ­
  vor,  von  denen  25  der  Bearbeitung  werth  sind.  Die  Mächtigkeit ­
  der  Lager  schwankt  zwichen  einigen  Zollen  und  mehreren ­
  Klaftern.  Die  Gesammt-Mächtigkeit  der  die  Bearbeitung
lohnenden  Kohlenlager  kann  auf  Id—15  Klafter  veranschlagt
werden.  Im  Hängenden  sind  die  Kohlenlager  auf  8000  Klafter
nachgewiesen.  Die  bedeutendsten  Kohlengruben  besitzen  die
österreichische  und  die  ungarische  Dampfschifffahrts-Gesellschaft
auf  dem  Hotter  von  Fünfkirchen,  Szabocs,  Somogy  und  Vasas.
ln  der  Gegend  von  Szäsz  und  Värallya  befinden  sich  kleinere
Gruben.  Auf  dem  Hotter  von  Hosszuhetybn  wurde  jüngst  eine
neue  Grube  eröffnet.  Die  jährliche  Kohlengewinnung  beläuft  sich
auf  ungefähr  6  Millionen  Zentner.
Die  Stajerdorfer  Kohlenlager  kommen  neben  Oravicza
im  Lias  Sandstein  vor.  Sie  umgeben  einen  aus  rotbem  Sandstein
(Trias?)  bestehenden  Bergrücken,  um  den  herum  die  eine  bedeutende ­
  Tiefe  besitzenden  Gruben  sich  befinden.  Es  sind  ihrer
fünf  an  der  Zahl,  Die  dortige  Lias-Formation  besteht  aus  folgenden ­
  Schichtengruppen:  1.  eine  13  Klafter  mächtige  weisseSandsteinschicht ­
  ;  2.  ein  3  Fuss  mächtiges  Kohlen  fl  ötz;
3.  Sandstein  3  Klafter;  4.  ein  3  Fuss  mächtigesKohl  enflötz
  (das  sogenannte  Hauptflötz);  5.  Sandstein  60  Klafter;
6.  ein  2°  2'mächtiges  Kohlenflötz  ;  7.  bituminöser  Kohlenschiefer
35  Klafter,  in  welchem  auch  ein  paar  Zoll  mächtige  Eisenerze ­
  Vorkommen  ;  8.  ein  40  Klafter  mächtiger  Mergel  schiefer.
Den  bituminösen  Schiefer  verwendet  man  zur  Herstellung
von  Petroleum,  und  die  darin  vorkommenden  Eisenerzlager
werden  für  die  Aninaer  Eisenwerke  abgebaut.  Die  Qualität  der
Kohle  ist  ausgezeichnet,  und  es  werden  jährlich  davon  an  3  Millionen ­
  Zentner  gewonnen.
Auf  dem  Domänyer  Hotter  bei  Reschitza  kommen  zwei
die  Bearbeitung  lohnende  Kohlenlager  vor.  Die  durchschnittliche
Mächtigkeit  des  einen  ist  4  Vs,  die  des  andern  6  Fuss.  Die  Mächtigkeit ­
  der  Kohlenlager  wechselt  sehr;  stellenweise  treten  die
            
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