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MAK

Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

II.
Skizze  der  geologischen  Verhältnisse.
Die  Zusammensetzung  der  Gebirge  Ungarns  ist  im  Grossen
(wenn  wir  gewisse  locale  EigentkUmlichkeiten  unberücksichtigt
lassen)  jener  der  Alpen  ähnlich.  Den  Kern  derselben  bildet  bisweilen ­
  Granit,  welchem  krystallinische  Schiefergesteine  aufgelagert ­
  sind,  —  an  andern  Orten  aber  mezozöische  Gesteine,  an
welche  die  Tertiär-Bildungen  sich  anschliessen.
Palöozoische  Bildungen  sind  in  Ungarn  verhältnissmässig
wenig  vertreten.  Eine  desto  grössere  Entwickelnng  haben  dagegen ­
  die  mezozöiscben  Ablagerungen.  Diese  umgeben  theils  die
aus  Granit  und  krystallinischen  Schiefern  bestehenden  Gebirge,
theils  bilden  sie  den  Kern  grösserer  Höhenzüge.  In  einigen  Gegenden ­
  setzen  auch  die  tertiären  Bildungen  selbständige  Bergzüge
zusammen.  Die  Diluvialbildungen  machen  die  allgemeine  Hülle
aus,  aus  welcher  sich  die  Berge  emporheben.  Die  heutigen  Ablagerungen ­
  an  den  Ufern  der  Flüsse  erstrecken  sich  auf  das
Jnundations-Gebiet  derselben,  bedeeken  aber  auch  theilweise
als  Flugsand  kleinere  und  grössere  Strecken.  An  einigen
Orten  finden  wir  Kalktuffe  als  Niederschlag  kalkhaltiger
Quellen.

1.  Bildungen  der  Gegenwart.
Die  heutigen  Bildungen  sind  theils  Ablagerungen  der  Überschwemmungen ­
  der  Flusse,  theils  Erzeugnisse  der  Moore  und
Sümpfe  aus  dem  Mineral-  und  dem  Pflanzenreiche,  dann  Flugsand ­
  und  ein  Theil  der  Kalktuffe.
            
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