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Die ausgebreitesten Flussablagerungen finden wir in den
alten und neuen Inundations-Gebieten der grossen Flüsse des
Landes (Donau, Theiss, Save, Drau u. s. w.). Sie erstrecken
sich in verschiedener Ausdehnung (1 — 6 Meilen) an beiden Flussnfern;
das grösste Inundationsgebiet befindet sieb in dem südlichen
Theile des Landes, da wo sich die Flussgebiete der Donau,
Theiss, Temes, Drau und Save mit einander vereinigen.
Das Material der Alluvionen ist Thon, Sand- und Steingerolle,
welches je nach der Schnelligkeit und Menge der Gewässer
sich ablagert.
Von Gebilden der Teiche und Sümpfe, oder Moorbildungen,
sind in Ungarn beide Formen die der Hoch- und Tiefmoore vorhanden.
Hochmoore kommen ausschliesslich nur in den Karpathen
und zwar in dem Sandsteingebiete derselben vor. Diese sind
von geringerer Ausdehnug und finden sich in flachem Thälern.
Nur die höchsten Theile der Arva, deren Wässer nach Süden fliessen,
enthalten ein ausgedehnteres Hochmoor von 6—-8 Geviert-Meilen.
Sporadisch auftretende kleinere Hochmoore sind bisher im
Trentschiner, Liptauer, Zipser nnd Biharer Comitate, sowie im
Csiker Stuhle (bei Borszek) bekannt. Der Torf der Hochmoore ist
leichter, von brauner Farbe, gibt weniger Asche, und hat nur
eine mittelmässige Dichtigkeit.
Tiefmoore kennen wir nur in den Ebenen. Deren Untergrund
bildet meist ein zäher blaugrauer Tegel, seltener ein dichter,
scharfer Quarzsand. Der grösste Theil der Tielmoore befindet sich
im Gebiete der neuesten und quaternären Bildungen. Am Rande
der ausgedehnteren Moore dieser Art finden wir Inseln und Hügel,
welche meistens aus Sand und Thon bestehen. Dieselben haben
keine grosse Tiefe, denn nach zahlreichen in Niederungarn
angestellten Messungen zeigt sich schon bei 6—8 Fuss fester Untergrund
; blos im Marczaler Sumpfe bei Hegyes wurde der Untergrund
erst in einer Tiefe von 15 Fuss gefunden. Der grösste Theil
der Tiefmoore enthält Torflager. Ihr Torf ist von brauner oder
schwarzer Farbe, dichter, besser zersetzt und enthält mehr Asche,
als der Torf der Hochmoore.
Die Moorbildungen kommen theils in Vertiefungen von der
Form ausgedehnter Becken vor, welche häufig Meilen weit
sich erstreckende Teiche oder teichartige Sümpfe bilden, theils
finden sie sich in kleineren flachen Thalmulden, ausserdem tre-