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Full text : Ungarn auf der Wiener Weltausstellung 1873 : Special-Catalog der ausgestellten Gegenstände der Urproduction, Gewerbe, Wissenschaft und Kunst

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vecser  Gebirge,  in  den  kleinen  Karpathen  und  in  der  Gegend  von
Schemnitz ;  —  während  wir  dieselben  wieder  in  grösserer  Mächtigkeit ­
  im  Banate  und  in  den  siebenbürgischen  Grenzgebirgen
antreffen.  Am  rechten  Ufer  der  Donau  treten  die  krystallinischen
Schiefergesteine  östlich  von  Oedenburg  im  Lajtha-  und  Rosalia-Gebirge
  in  grosser  Mächtigkeit  auf,  und  ist  darunter  der  in  der
Gegend  von  Schlaning  vorkommende  Chloritschiefer  zu  erwähnen,
welcher  ausgezeichnete  Magnetitkrystalle  einschliesst.
Im  kroatisch-slavonischen  Gebirge  finden  sich  krystallinische
Schiefergesteine  im  Vodniker,  Mosslaviner,  Orlyaver,  Posegaer
und  Agramer  Gebirge.
Unter  den  krystalliniseben  Massengestein  en
herrscht  bei  uns  der  Granit  vor.
Sein  Hauptverbreitungsbezirk  fällt  zwischen  das  Hernaldund
  March-Thal  und  es  reihen  sich  auf  diesem  ausgebreiteten
Gebiete  drei  bogenförmige  Gürtel  desselben  aneinander.  Die  nördlichste ­
  Zone  bilden  die  hohen  Tatra  und  der  Belakanar,  die
Zavoeczer  rad  kleinen  Karpathen,  den  mittleren  Gürtel  die  kleine
Tatra,  die  südliche  Zone  endlich  der  Braniszkoer  und  Schemnitzer
Granitzug.  Wir  finden  dieses  Gestein  ferner  auch  in  kleinerer  oder
grösserer  Ausdehnung  in  den  westlichen,  südlichen  und  östlichen
Grenzgebirgen  Siebenbürgens  und  im  Banate  erstreckt  es  sich
am  westlichen  Rande  der  krystallinischen  Schiefer  in  nordöstlicher ­
  Richtung.  —  Am  rechten  Donauufer  kommt  der  Granit  im
Rosalia-  und  Lajta-Gebirge  vor  und  südlich  vom  V6rtes  finden
wir  das  Velenczer,  Fünfkirchner  und  Szegszärder  Granit-Gebirge.
S  y  e  n  i  t  ist  vorzüglich  fm  Schemnitzer  und  Banater  Gebirge
entwickelt  und  enthält  in  der  Gegend  von  Schemnitz  (bei  Hodritsch)
  auch  Erzlager.  In  Siebenbürgen  ist  besonders  der  in
dem  krystallinischen  Gebirge  Piricske  (in  der  Gyergyö)  vorkommende ­
  Syenit  mit  Miascit  und  Ditroit  zu  erwähnen.
M  e  1  a  p  h  y  r  tritt  in  einzelnen  kleineren  Partieen  in  den
kleinen  Karpathen  auf,  eine  grössere  Ausdehnung  hat  er  in  der
kleinen  Tatra  und  ihren  Verzweigungen.  Auch  finden  wir  Melaphyr
  fast  in  allen  zum  Dyas  gerechneten  rothen  Sandsteinen.
Der  Gabbro  kommt  namentlich  im  oberungarischen  Erzgebirge ­
  in  grosser  Mächtigkeit  vor  und  man  findet  in  diesem  Gesteine ­
  die  reichen  Nikel-und  Kobaltlager  vonDobsina,—  in  kleinen ­
  Partieen  freffen  wir  ihn  noch  in  den  Gebirgen  der  Militärgrenze ­
  (zwischen  Swinitza  und  Plaszevitza)  an  der  Donau  an.
            
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