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GH. XIV. WISSENSCHAFTLICHE INSTRUMENTE.
Namen hierfür aufzuweisen hat, z. B. Sa
muel Owen, John Ericsson, Carlsund u. a. m.
Was unter andern die schwedischen
Dampfer auszeichnen dürfte ist, dass sie
infolge der Vortrefflichkeit des Materials,
ohne der Stärke Abbruch zu thun, nach
so leichten Constructionen haben zusammen
gesetzt werden können, dass z. B. beim
Anraken auf einem Grunde die eine oder
andere Platte einwärts gebogen wird, aber
nicht springt, sodass das Fahrzeug übrigens
unversehrt bleibt und, wenn darauf die
eingebogenen Platten mit neuen ersetzt
werden, wieder so gut wie neu ist.
Die schwedischen Ackergeräthe haben
bei den internationalen Ausstellungen eine
ehrenvolle Aufmerksamkeit auf sich gezo
gen. Angefertigt von vortrefflichem Eisen
oder Stahl, vereinigen sie eine zweckmässige
Construction mit geringer Schwere, guter
Stärke und einer Preisbilligkeit, die schwer
lich von Andern übertroifen wird. Die
Nachfrage nach schwedischen Geräthen zur
Ausfuhr (besonders nach Russland) hat sich
daher in den letzten Jahren bedeutend ge
steigert, und die Ursache, warum diese
Ausfuhr noch nicht grösser geworden ist,
als sie wirklich ist, dürfte darin zu suchen
sein, dass die schwedischen Werkstätten
allzu stark von dem eigenen Bedürfnisse
des Landes in Anspruch genommen werden,
als dass sie im Stande wären, den Anfor
derungen des Weltmarktes zu genügen.
Auf Anlass dessen sind auch mehre Werk
stätten für Maschinen und Geräthe in An
lage begriffen, während die schon vorhan
denen sich immer mehr erweitern.
Wagenmacher ei wird theils in einigen
grösseren Fabriken betrieben, unter denen
die in Söderteige besonders anmerkenswerth
ist, theils auch von wenigstens 300 Hand
werkern mit ihren 200 Gehülfen, theils
auch, und zwar vielleicht am allermeisten,
als häusliche Beschäftigung. Der schwe
dische Bauer ist nämlich ein sehr geschick
ter Holzarbeiter, daher er auch oft selbst
seine eigenen Fuhrwerke und oft genug
seine Ackerwerkzeuge und Hausgeräthe an
fertigt. Es dürfte anzumerken sein, dass
in ganz Norrland beinahe nur zweirädrige
mit einem Pferde bespannte Wagen ange
wendet werden, dass aber übrigens vier
rädrige, von zwei Pferden oder in gewissen
Landestheilen Ochsen gezogene, die gewöhn
lichsten sind. Mehre Zugthiere als zwei
werden im Allgemeinen äusserst selten vor
gespannt. Obgleich wegen der Naturver
hältnisse wenigstens in gewissen Provinzen
nicht nur viele, sondern auch bedeutende
und schwierige Unebenheiten auf den
Landstrassen vorhanden sind, so werden
doch fast niemals Hemmschuhe angewendet.
In den Wintern rufen gewöhnlich Schnee
und Frost vortreffliche Sclilittenbahnen her
vor, welche man wohl die natürlichen Ei
senbahnen des Landes genannt hat: wäh
rend der Schnee das ganze Land bedeckt,
erstarren die Sümpfe und Gewässej-, und
über dieselben entstehen Winterwege, welche
nicht allein näher, sondern auch ebener
sind, als die Landstrassen und daher viel
benutzt werden. Die dazu verwendeten
Schlitten verdienen einer kurzen Erwähnung
wegen ihrer einfachen, leichten und zweck
mässigen Construction. Während die klei
nen Rennschlitten nichts Anmerkenswerthes
darbieten, so ist es anders mit den grösse
ren: an diesen sind nämlich nicht zwei
lange Kufen, die den Unebenheiten des
Weges nicht folgen können, sondern zwei
vollständige kleine Schlitten sind hinter
einander unter dem Leiterwerk oder auch
unter dem Kutschkasten angebracht, wo
durch bewirkt wird, dass sie nicht nur sich
an die Unebenheiten des Weges anschmie
gen, sondern auch leicht über den Schnee
hingleiten. Diese Schlitten macht sich der
Bauer selbst; die eleganteren aber werden
von Wagenmachern angefertigt.
Gruppe XIV.
Wissenschaftliche Instrumente.
Zu den merkwürdigsten in neuerer Zeit
in Schweden sowohl erfundenen als auch
ausgeführten wissenschaftlichen Instrumen
ten dürften die Meteorographen oder Re-
gistrirungs-Apparate gehören, welche zur
Anstellung meteorologischer Observationen
gehören, und von D:r A. G. Theorell in
Uppsala construirt werden. Die Principien
derselben sind folgende: