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Full text: Schweden : Weltausstellung 1873 in Wien

GR. I. BERGBAU UND HÜTTENWESEN. 
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Unter N:o 12: a, Luppenstücke zu Hufna 
geleisen, ungeschweisst mit dem Stempel 
ß, Luppenstücke zu Drahteisen, ungeschweisst, mit 
dem Stempel 
b, XVII Gruppe, N:0 637: in Coquille ge 
härtete, panzerbrechende Spitzkugeln und Grana 
ten: nämlich 2 Spitzkugeln von 8,08 Dec. Zoll, 
welche eine Panzerplatte durchdrungen ohne selbst 
beschädigt worden zu sein; 4 dito von 8,08 Dec. 
Zoll nach schwedischem Modell; 2 dito von 11 Zoll 
dänisch; 2 dito 84 pfündige dänisch: 1 dito 90 
pfünd. dänisch; 2 dito von 9 Zoll englisch; 1 dito 
5 V 2 Zoll norwegisch; 4 Spitzgranaten von 8,08 
Dec. Zoll schwedisch; 1 dito von 5,63 Dec. Zoll 
schwedisch; 1 dito von 4,1 Dec. Zoll schwedisch; 
1 dito von 2,58 Dec. Zoll schwedisch; 1 dito von 
2,25 Dec. Zoll schwedisch; 2 Rundkugeln von 
12,635 Dec. Zoll schwedisch; 2 dito von 8,83 
Dec. Zoll schwedisch: 3 dito von 5.95 Dec. Zoll 
schwedisch; 5 dito von 5,53 Dec. Zoll schwedisch; 
5 dito von 4,04 Dec. Zoll schwedisch; 5 dito von 
3,15 Dec. Zoll schwedisch; 3 dito von 2,5 Dec. 
Zoll schwedisch; 1 französisches Spitzgeschoss 
von 24 Centim.; 1 holländisches dito von 24 
Centim.; 3 Granaten für die Kugelspritze König 
Carls; 
ß, eine Zeichnung von der Giesserei für Pro- 
jectile und Weichen; 
y, eine Zeichnung von der Mechanischen 
Werkstatt. 
Rücksichtlich der Fabrikation von panzer 
brechenden, in Coquille gehärteten, massiven und 
hohleu Spitzkugeln für gezogene £anonen haben 
Ankarsrum und Finspong sich vereinigt, um ein 
gehende grössere Bestellungen schleunigst aus 
führen zu können, wobei sie dieselbe Arbeits 
methode und einerlei Material anwenden. Diese 
Geschosse haben nicht allein im Reiche selbst für 
die Artillerie und Flotte, sondern auch in I rank- 
reich, Holland, Norwegen und Dänemark Absatz 
gefunden; ausserdem sind kleinere Probensen 
dungen nach Belgien und England effeetnirt worden. 
c, XIII Gruppe, N:o 595: I Stück einer 
Weiche, in Coquille gegossen. Diese Weiche ist 
über 5 Jahre bei einem als Endstation sehr staik 
traficirten Bahnhofe der schwedischen Staatsbahnen 
ausgelegt gewesen und hat dort siegreich einen 
Wettkampf mit englischen Weichen desselben 
Modells bestanden, welches alles von einem be 
gleitenden Zeugnisse der Königl. Verwaltung der 
Staatsbahnen bestätigt und näher angegeben wird. 
Die Weiche ist von dem vom Staate festgestellten 
älteren Modelle; 
ß, Modell einer Weiche in verkleinertem Maass 
stabe, — neuere Construction. 
Die in Ankarsrum angefertigten Weichen haben 
nicht allein für die Staatsbahnen und die meisten 
Privatbahnen in Schweden, sondern auch nach 
Russland, Finland, Norwegen und Dänemark Ab 
satz gefunden und sind ausserdem kleinere Partien 
nach England und Deutschland versandt worden. 
Ueberall hat mau ihre Dauerhaftigkeit und Stärke 
schätzen gelernt und dieses in einer Menge sowohl 
öffentlicher als privater Zeugnisse ausgesprochen. 
Was den Weichen von Ankarsrum haupt 
sächlich die obigen Eigenschaften verleiht, ist die 
zur Fabrikation benutzte Gusseisen-Gattirung, die 
durch langjährige Erfahrung für die zweckmäs- 
sigste gehalten wird und in welcher auch das 
renommirte schwedische Kanoneneisen enthalten 
ist und seine bekannten ausgezeichneten Eigen 
schaften bewährt. 
23. Stockenström, A., von. Aker, Mariefred. 
Addueirtes Eisen. 
4. Österby-Gussstahlwerk durch Freiherrn 
G. Tamm. Österby in Upland. 
Gussstahl. 
5. Das Eisenwerk Fagersta. Westanfors. 
Besitzer Th:s Aspelin: Disponent Chr. 
Aspelin. 
Eisenerze. 
Roheisen. 
Bessemer-Stahl. 
Hohofen-Schlacke. 
Gegenstände aus Bessemerstahl. 
Goldene Medaille in Paris 1867 für Erz, Roh 
eisen, Schlacke, Lnppenstücke, einfache Stahl 
stangen, Bruchflftchen, Analysen und für bei 
fremden Werkstätten angefertigte Mannfactur- 
Artikei, sowie auch für Proben, um die Qualität 
des Stahles darzuthun. 
Silberne Medaille in Kopenhagen 1872 für Erz, 
Roheisen, Lnppenstücke und eigene Manufactur- 
Artikel. 
Die Stahlbereitung nach der Bessemer-Methode 
begann im März 1867. 
Die Werke werden theils mit Wasser theils 
mit Dampf getrieben und sind von ersterem 650 
und von letzterem 50 Pferdekraft vorhanden. 
im Jahre 1871 wurden an Rohmaterial ver 
braucht : 
280,000 Centner Erz aus deu Gruben von Fagersta 
und Norberg, 
23,000 Stiegen ä 12 Tonnen Holzkohlen, davon 
16,000 Stiegen aus eigenen Wäldern, 
160,000 Kubikfuss Steinkohlen und 
25,000 dito Coaks bei den Schweissöfen 
und der Giesserei. 
Producirt wurden iu demselben Jahre: 
400,000 Centner Erz. 
65,000 dito Stahl in F’orm von Manufaetur- 
waaren und 
70,000 Centner Roheisen. 
Der Productionswerth, welcher im Jahre 1866 
nur 300,000 R:dr betrug, belief sich im vorigen 
Jahre auf 1,115,000 R:dr und haben die Herren 
Carl Lundvik und Emil Brusewitz wesentlichen 
Antheil an der Hebung der Produclion; jener als 
Gründer der Bessemerfabrikation und Ober-
	        
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