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Full text : Schweden : Weltausstellung 1873 in Wien

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GR.  IV.  NAHRUNGS-  UND  GENUSSMITTEL  ALS  ERZEUGNISSE  DER  INDUSTRIE.

363.  Lundgren,  P.  W.  Stockholm.
Champagner.
e.  Bier.
Vgl.  Theil  1  (Stat.  Mitth.)  S.  76.
364.  Tulldahl,  A.  F.  Landskrona.
Mention  honorable  in  Kopenhagen  1872.
Medaille  in  Moskau  1872.
Pale-Ale.
Das  Brauen  von  Pale-Ale  begann  im  Jahre
1869  und  werden  dabei  gegenwärtig  6  Personen
beschäftigt.
Im  letzten  Jahre  wurden  130,000  Kannen  gebraut, ­
  wozu  7,300  Kubikfuss  Gerste,  3,600  ft
bayerscher  und  800  ft  böhmischer  Hopfen  erforderlich ­
  waren.
Der  Preis  ist  40  Oere  per  Kanne  in  fester
Rechnung  und  ohne  Provision;  37  Oere  für  die
ganze  Flasche  ohne  Glas  und  Emballage.
Der  Productionswerth  betrug  im  verflossenen
Jahre  52,000  R-.dr  und  die  Staats-  und  Communnlabgaben
  1,028,4  2  R:dr.
Durch  Dampf  und  Wasser  wird  das  Pale-Ale
bis  zu  eiuer  gewissen  Temperatur  erwärmt,  um
zu  untersuchen,  ob  die  Pfropfen  und  Stanniole
hermetisch  schliessen;  im  entgegengesetzten  Falle
wird  die  Flasche  zerschlagen  und  der  Inhalt  geht
verloren.
Ausfuhr  findet  nach  Spanien.  Portugal,  Frankreich, ­
  England,  Russland  und  Süd-Amerika  Statt.
365.  Wallis,  A.  B.  Dybeck,  Ystad.
Bayerschcs  Bier.
366.  Hamburger  Bierbrauerei-Gesellschaft ­
  durch  F.  Heiss.  Stockholm.
Bier  (wird  im  schwedischen  Restaurationslokale
  servirt).
367.  Nürnberger  Bierbrauerei-Gesellschaft ­
  durch  F.  Dölling.  Stockholm.
Bier  (wird  im  schwedischen  Restauration  slokale
  servirt).
368.  Die  Östra-Actien-Brauerei.  Halm  stad.
Medaille  2:ter  Klasse  in  Kopenhagen  1872.
Bayerschcs  Bier.
Bockbier.
Die  Brauerei,  welche  im  Jahre  1863  angelegt
wurde,  wird  vermittelst  einer  Dampfmaschine
getrieben  und  beschäftigt  10  Personen.
Im  letzten  Jahre  wurden  95,000  Kannen
bayersche.s  Bier  und  36,000  Kannen  Schwachbier
gebraut,  wozu  als  Rohmaterial  6,000  Kubikfuss
Malz  und  2,000  ft  Hopfen  verbraucht  wurden.
Der  Productionswerth,  welcher  seit  Anlegung
der  Brauerei  von  Jahr  zu  Jahr  gestiegen  ist,  belief ­
  sich  im  letzten  Jahre  auf  ungefähr  57,000
R:dr  und  die  Staats-  und  Communalabgaben  auf
748  R:dr.
Ausfuhr  hat  nicht  stattgefunden,  da  die  Brauerei
den  Bedürfnissen  am  Platze  nicht  hat  Genüge
leisten  können;  im  verflossenen  Jahre  ist  dieselbe
aber  umgebaut  und  vergrössert  worden,  so  dass
künftig  200,000  Kannen  bayerschcs  Bier  und
40,000  Kannen  Schwachbier  jährlich  gebraut  werden
können.

f.  Essig.
Vgl.  Theil  1  (Stat.  Mitth  )  S.  76.
369.  Die  Actien-G-esellschaft  der  Weinfabrik ­
  zu  Liljeholmen.  Stockholm.
Essig.
370.  Lundgren,  P.  W.  Stockholm.
Essigspvit.
Weinessig.
371.  Wahlgren,  G.  Eiseberg,  Göteborg.
Essigsprit  aus  Branntwein  bereitet.
Suppl.  10.  Winborg,  Th.  &  C:o.  Stockholm-Essigspiritus,
  Essig  und  die  bei  der  Bereitung ­
  derselben  angewandten  Rohmaterialien. ­

Medaille  in  Stockholm  1866.
Während  der  Ausstellung  in  Wien  durch
Herrn  L.  A.  Groth  im  schwedischen  Commissariat
  empfohlen.
Diese  Fabrik,  welche  vor  vielen  Jahren  auf
Grund  der  dem  Jac.  Berzelius  ertheilten  Privilegien ­
  angelegt  wurde,  erhielt  im  Jahre  1858  ihre
jetzige  Form  und  Fabrikations-Methode,  wurde
1860  von  Th.  Winborg  übernommen,  der  sie  1870
der  Firma  Th.  Winborg  &  C:o  überliess,  und
beschäftigt  gegenwärtig  1  Werkmeister,  2  Oomptoiristen
  und  4  Arbeiter,  welche  letzteren  monatlich ­
  65  R:dr  ;'i  Person  erhalten  und  ausserdem
eine  Zulage  für  an  den  Tag  gelegten  Fleiss  genieifeen.

Bei  der  Fabrikation  werden  28  Apparate  angewandt ­
  und  wird  eine  Waare  producirt,  die  12  %
Essigsäurehydrat  enthält.  Die  Ausbeute  beträgt
90  %  und  als  Rohmaterial  dient  Branntwein,  in
letzterer  Zeit  hauptsächlich  Moos-Branntwein.
Jährlich  werden  ungefähr  250,000  Kannen  Essig
bereitet,  die  einen  Werth  von  100,000  R:dr  repräsentiren,
  von  weicher  Summe  nach  Abzug  von
Rabatt  und  Provision  ungefähr  85,000  R:dv  einfliessen.

Der  Productionswerth  ist  in  den  jüngst  verflossenen ­
  fünf  Jahren  um  50  %  und  während  des
letzten  Decenniums  um  500  %  gestiegen.
An  Steuern  entrichtet  diese  und  eine  andere
Fabrik,  die  Senf  bereitet,  in  demselben  Hause
sich  befindet  und  derselben  Firma  gehört,  30  R:dr
jährlich.
Das  öconomisehe  Wob]  der  Arbeiter  sucht  die
Firma  durch  Einsätze  in  die  Stockholmer  Sparbank ­
  zu  befördern.
g.  Conserven  und  Extracte.
372.  Die  Senffabrik  zu  Jönköping.  ,
Tischsenf.
373.  Kjellblad,  C.  A.  Wisb.y.
Präserven  und  Conserven.
374.  Kühl,  F.  B.  Stockholm.
Weinsenf.
Tischsalz.
375.  Kühl,  A.  S.  Stockholm.
Soja.
Beefsteaksauce.
            
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