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Full text : Schweden : Weltausstellung 1873 in Wien

GR.  VII.  METALL-INDUSTRIE.

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Gruppe  VII.
Metall-Industrie.

a.  Gold-  und  Silberwaaren.
Vgl.  Theil  1  (Stat.  Mitth.)  S.  81.
425.  Björck,  E.,  Firma:  C.  J.  M.  Fyrwald
&  C:o.  Stockholm.
Goldspinnerei-Effecten.
b.  Eisen-  und  Stahlwaaren.
Vgl.  Theil  l  (Stat.  Mitth.)  S.  81—82.
426.  Biörck,  J.  O.  Torshälla.
Erster  Preis  in  Göteborg  1871.
Gegenstände  aus  adducirtem  Eisen.
427.  Backman,  I.  F.  Stockholm.
Geldschrank  (von  Sr.  Maj.  Oscar  11  angekauft. ­

Suppl.  15.  Holmgren,  O.  I.  Wenersborg.
(Im  allg.  Kat.  unter  N:o  661).
Eisschrank.
Suppl.  15'/ 2 -  Bergander,  C.  J.  Göteborg.
(Im  allg.  Kat.  unter  N:o  660).
Eisschrank,  l^ochapparate.
428.  Boiinder  J.  <fe  C.  G.  Stockholm.  (Siehe
N:o  550).
Kochherde.  Plättofen.  Kamine.
420.  Die  Stückgiesserei  Hellefors,  Elen,
durch  L.  G.  von  Celsing.
Eine  Sprengewerks-Fahrbrücke  nach  patentirter
  eigenen  Construction  für  eine
Belastung  von  800  Centner  mit  50  Fuss
Spannweite  und  16  Fuss  breit.
Während  der  Ausstellung  in  Wien  durch
Herrn  L.  A.  Groth  im  schwedischen  Cornmissariat
  empfohlen.
Diese  Giesserei,  welche  nebst  den  dazu  gehörigen ­
  Besitzungen  ein  Fideicommiss  der  Familie  von
Celsing  bildet,  liegt  in  Södermanlaud  2  1  2  Meilen
von  Eskilstuna,  wo  sie,  gleichwie  bei  der  Eisenbahnstation ­
  Fleu  in  1  1  4  Meile  Entfernung,  ihre
Lastagie  mit  Magazinen  hat;  ausserdem  hat  sie
ein  eigenes  Comptoir  nebst  Magazin  und  Niederlage ­
  im  Celsing’schen  Hause  N:o  3  Regeriugsgatau
  zu  Stockholm.
Die  Giesserei  besitzt  eigene  Gruben,  nämlich
die  Eisengruben  zu  Staf  in  Södermanlaud.  deren
ausgezeichnet  gute  und  fehlfreie  Erze  die  einzigen
sind,  die  bei  der  Eisenfabrikation  angewandt
werden,  wodurch  die  Qualität  und  Homogenität
des  Eisens  am  besten  beibehalten  und  garantirt
wird,  und  ausserdem  Antheile  an  den  Gruben  zu
Klacka  und  i.erberg  bei  Nora'.
Verfertigt  werden:
Lafetten,  Kugeln  uud  Projectile  jeglicher  Art
sowohl  für  die  Flotte  als  auch  die  Artillerie  und

die  Festungen,  welche  Fabrikate  durch  die  allgemein ­
  bekannten  ausgezeichneten  Eigenschaften  des
Eisens,  die  Stärke,  Zähigkeit  und  den  Stahlgehalt,
renommirt  siud;  grössere  und  kleinere  Walzwerke,
Gebläsemaschinen,  Franehe  Comte-  und  Lancashirellerde;
  Mühlen  und  Sägewerke,  sowie  Wasserund
  Dampfwerke  jeglicher  Art,  Wärmapparate
(von  welchen  dem  Ritterhause  in  Stockholm  und
mehreren  Zellengefängnissen  des  Keiches  geliefert
worden  sind),  Holzgaswerke,  Drechselbänke,  Sehraubengang-Maschiuen,
  Pressen,  Kammwerke  (von  denen ­
  der  königlichen  Gewehrfactorei  in  Eskilstuna
geliefert  worden  sind),  Betörten  und  Destillations-Apparate,
  Kanonen,  Treppen,  Kolonnen  und  dergl.
zu  Häusern,  sowie  Gusseisen  zü  Stahleisen  und
font  rnaleable;
Kochgeschirre  und  Horde  aller  Art  und
Ackergeräthe,  wie  Pflüge.  Walzen  u.  s.  w.
Uebrigens  werden  Bestellungen  nach  Zeichnungen ­
  von  allerlei  Gusssaehen  und  mechanischen
Arbeiten  ausgeführt.
Die  Fabrikation  des  Eisens  wird  in  1  Hohofen
und  2  Umschmelzungsöfen,  ferner  mit  2  Schmiedeherden, ­
  4  Nägel-  und  3  Manufaetureisen-Hämrnern,
  alles  mit  Holzkohlen  aus  eigenen  Wäldern,
betrieben.
Bei  der  Giesserei  giebt  es  vollständige  mechanische ­
  Werkstätten  für  Drechsler,  Schleifer,  Klempner ­
  u.  s.  w.,  die  alle  mit  Wasserkraft  getrieben
werden.
Angewandte  Stempel:
für  Guss-  uud  Roheisen

für  Stabeisen

Es  werden  jährlich  50,000  Centner  Eisen
fabricirt.
Die  Fabrikate  haben  auf  aljen  Ausstellungen
entweder  den  ersten  oder  zweiten  Preis  erhalten:
2  in  England,  2  in  Frankreich,  1  in  Holland,  l
in  Dänemark,  1  in  Russland.  1  in  Hamburg,
sowie  auch  bei  allen  grösseren  und  kleineren
Ausstellungen  in  Schweden,  an  denen  sie  Theil
genommen  haben.
Das  Etablissement  wurde  zu  Anfang  des  17
Jahrhunderts  mit  den  Privilegien  einer  Stückgiesserei, ­
  wie  für  Kgnonen  u.  s.  w.,  angelegt  und
hat  seitdem  damit  fortgefahren.
Das  ganze  Areal  sämmtlieher  Besitzungen  beträgt ­
  laut  statistischen  Angaben  im  Kalender  des
Jahres  1868  für  Södermanlaud  183,000  D  Ruthen,
wovon  30,000  □  Ruthen  Acker,  25,000  CT  Ruthen
Wiese  uud  der  Rest  Wald  sind
Die  Landgüter  versorgen  das  zahlreiche  Personal ­
  bei  dem  Etablissement  und  den  Gruben  mit
            
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