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Full text : Schweden : Weltausstellung 1873 in Wien

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GR.  VII.  METALL-INDUSTRIE.

allen  Producten  und  müssen  ausserdem  alle  Transporte ­
  nach  den  Lastagien  ausführen.
Ausser  den  öffentlichen  Volksschulen  giebt  es
bei  dem  Etablissement  eine  Schule  für  grössere
Kinder  und  zwei  Kleinkinderschulen.
Altem  Herkommen  gemäss  werden  ältere  Arbeiter ­
  und  Wittwen  vom  Besitzer  pensionirt,  der
auch  den  Grundfond  zu  der  bestehenden  Krankenkasse ­
  geschenkt  hat,  die  durch  monatliche  Beiträge ­
  der  theilhabenden  Arbeiter  aufrecht  erhalten
wird,  wodurch  man  alle  Theilnahme  an  der  allgemeinen ­
  Armenpflege  vermeidet.  Das  ganze  Personal ­
  hat  Arzt  und  Apotheke  frei.
480.  Ekman,  G.  Finspong.  (Siehe  N:o  11).
Modell  einer  Kanone.
Stampfen  zum  Stempeln  von  Stabeisen  aus
in  Coquille  angehärtetem  Gusseisen.
Stacket;  Laternen  träger;  Kunstguss;  Nägel.
431.  Die  Actien-Gesellschaft  für  Eisen-Manufactur
  in  Eskilstnna  durch  1.
Sven  gren.
Geschäftsreisende  in  Schweden,  Norwegen,

Der  Productionswerth  beläuft  sich  auf  51,000
R:dr  und  die  Verkaufssumme  für  eigene  Fabrikate
und  die  anderer  Leute,  deren  Agent  die  Gesellschaft ­
  ist,  betrug  im  Jahre  1871  351,475  R:dr
92  Oere,  von  welcher  Summe  auf
Schweden  272,249,10  R:dr,
Finland  63,235,47  »
Norwegen  15,601,99  »  und
Dänemark  389,36  »  kamen.
Beim  Verkaufe  en  gros  und  per  contante  werden ­
  gewöhnlich  10  %  Rabatt  bewilligt.
An  Steuern  entrichtete  die  Gesellschaft  1871
1,625,75  R:dr,  wovon  der  Commune  1,250,25  R:dr
zufielen.
432.  Flobeck,  D.  W.  Eriksberg,  Göteborg.
Eiserne  Meublen.
Suppl.  16.  Die  Actien-Gesellschaft  der
Mekanischen  Werkstatt  zu  Göteborg. ­
  (Siehe  552).
Eiserne  Gartenmeubien.
433.  Gundberg,  I.  W.  Stockholm.
Verzinnte  Geschirre  aus  Eisenblech  für

Dänemark  und  Finland.
Silberne  Medaille  in  Kopenhagen  1872.
Goldene  Medaille  in  Moskau  1872.
Manufactur-Waaren  aus  Eisen,  Stahl  und
Messing.
Während  der  Ausstellung  in  Wien  durch
Herrn  L.  A.  Groth  im  schwedischen  Commissari ­
  at  empfohlen.
Die  ausgestellten  Gegenstände  sind  theils  aus
den  eigenen  Werkstätten  der  Gesellschaft  hervorgegangen ­
  theils  von  solchen  Leuten  angefertigt
worden,  mit  denen  die  Gesellschaft  als  Verlegerin
in  Verbindung  steht  und  sind  die  hervorragenderen ­
  unter  ihnen  neben  ihren  Fabrikaten  namentlich ­
  angeführt  worden.
Die  Gesellschaft  beschäftigt  2  Werkmeister,
53  Männer  mit  einem  Tagelohne  von  1,25  bis  3
R:dr  und  6  Knaben.
Die  Arbeit  wird  hauptsächlich  mit  derdland
ausgeführt,  nur  bei  der  Schleifmühle  wirken  circa
20  Pferdekfaft  Wasser.
An  Rohmaterialien  werden  jährlich  verbraucht
ungefähr:
96  Centner  Stahl,
456  dito  Eisen,
194  dito  Eisen-  und  Stahlblech.
38  Centner  Messing  und  Kupfer,
275  dito  verschiedene  andere  Rohstoffe,
1,020  Kubf.  Steinkohlen  u.  s.  w.
ln  den  eigenen  Werkstätten  wurden  im  Jahre
1871  angefertigt:
967  Stück  Zaumstangen,
6,723  Paar  Thürangeln,
741  Stück  verschiedene  Fleuret-  und  Säbelklingen, ­

2,482  Stück  Säbel,  Schwerter,  Bajonete  und
1  liebsäbel,
12,236  Stück  verschiedene  Schlösser,
8,507  dito  Gewichte,
5,760  dito  Riegel,
1,458  dito  Ofenschieber,
70,000  dito  Zündhölzchenringe  u.  s.  w.

Meiereien.
434.  Heljestrand,'  C.  W.  Eskilstuna.
Rasiermesser.

435.  Die  Actien-Gesellschaft  der  Hufeisenfabrik. ­
  Stockholm.
Agenten:  in  Hamburg  W.  E.  H.  Baumann,
in  Kopenhagen  Schack  &  Cathola.
Silberne  Medaille  in  Stockholm  1868.
Hufeisen  und  Hufnägel,  Eisnägel  und
Schraubenhaken.

Während  der  Ausstellung  in  Wien  durch
Herrn  L.  A.  Groth  im  schwedischen  Cominissariat
  empfohlen.

Die  Fabrik,  welche  im  Jahre  1868  von  1.  W.
Ramsay  angelegt  wurde,  liegt  bei  Hjortqvarn  im
Kirchspiel  Bo  im  Örebro-Län.  Jrn  Jahre  1872
wurde  sie  von  der  jetzigen  Gesellschaft  übernommen, ­
  welche
1  Meister  mit  einem  Tagelohne  von  3  R:dr,
8  Schmiede  »  »  »  »  2,50  »
4  Handlanger  »  »  »  1,50  »>
7  Knaben  »  »  »1  »
beschäftigt.
Die  Treibkratt  besteht  aus  2  Wasserrädern
mit  zusammen  30  Pferdekraft.
Bei  der  Fabrikation  der  Hufeisen,  zu  welchen
gewalztes  Stabeisen  angewandt  wird,  bedient  man
sich  der  von  Ramsay  erfundenen  und  ihm  patentirten
  Hufeisen-Maschine.

Der  jährliche  Productionswerth  beträgt  ungefähr ­
  120,000  R:dr.
Im  Jahre  1872  galten  folgende  Preise:
für  Hufeisen  15  bis  19  R:dr  per  Centper,
»  Hufnägel  6  »  »  Mille,
»'  Eisnägel  9  »  »  dito

»  Schraubenhaken  aus
Stahl  10  »  »  100  Stück,
»  Schraubenhaken  aus
Eisen  8  »  »  dito.
Ausfuhr  findet  nach  Deutschland  und  Dänemark ­
  Statt.
            
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