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Full text : Schweden : Weltausstellung 1873 in Wien

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GR.  VII.  MKTA1.L-INDUSTRIE.

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bei  einer  Fallhöhe  von  90  Fuss  uml  auf  5  verschiedene ­
  Wasserfalle,  die  zusammen  100  Pferdekraft ­
  haben,  vertheilt,  getrieben.
Verarbeitet  wurden:
18,000  Centner  Eisenerz  aus  eigenen  Gruben
zu  Roheisen,
21,000  Centner  Roheisen,  theils  eigenes  theils
angekauftes  zu  den  Gupolöfen,
1,500  Centner  Stab-  und  gewalztes,  Eisen  und
100  »  Eisenblech.
Im  Jahre  1872  wurden  ungefähr  20,000  Centner ­
  Gusseisen  producirt,  die  zum  grössten  Theile
zu  landwirthschaftlicheu  und  Hausgeräthen  verarbeitet ­
  wurden  und  belief  sich  der  Productionswerth,
  der  in  den  letzten  5  Jahren  bedeutend
gestiegen  ist,  auf  350,000  R-.dr.
Beim  Verkauf  en  gros  werden  10  %  Rabatt
und  4  Monate  Credit  bewilligt.
Schon  seit  mehreren  Jahren  hat  Ausfuhr  nach
Finland  und  in  letzter  Zeit  auch  nach  Russland
stattgefuuden.
An  Steuern  werden  jährlich  ungefähr  1,460
R:dr,  nämlich  560  R:dr  dem  Staate  und  900  R:dr
der  Commune,  entrichtet.
Beim  Eisenwerke  giebt  es  eine  Volksschule,
Kranken-  uud  Begräbnisskasse  und  einen  unter
den  Arbeitern  gebildeten  Handelsverein,  in  Folge
dessen  sie  die  meisten  zum  Leben  nothwendigeu
Artikel  an  Ort  und  Stelle  erhalten  können.
In  den  letzten  5  Jahren  sind  5  zweckmässige
Arbeiterwohnungen  aufgeführt  worden,  die  zusammen ­
  40  Zimmer  mit  eisernen  Herden  enthalten. ­

Die  Leute  arbeiten  hauptsächlich'auf  Accord
und  kann  sich  ein  geschickter  Arbeiter  von  600
bis  1,200  R:dr  jährlich  verdienen.  Agsserdem
erhalten  die  Arbeiter  freie  Wohnung  uud  Kartoffelland, ­
  sowie  auch  Getreide,  Milch  und  Holz
zu  billigen  Preisen.
Die  meisten  Arbeiter  haben  Ersparnisse  gemacht, ­
  die  theils  beim  Besitzer  einstehen  theils
in  der  Sparbank  von  Njköping  deponirt  sind.
Der  grössere  Theil  von  ihnen  ist  verheirathet.
447.  Stählberg,  L.  F.  Stälfors,  Eskilstuna.
Silberne  Medaille  in  Stockholm  1851.
Mention  honorable  in  London  1851.
Bronze-Madaille  in  Paris  1855.
Silberne  Medaille  in  Malmö  1865.
dito  in  Stockholm  1866.
Bronze-Medaille  in  Boulogne  1866.
dito  in  Paris  1867.
Silberne  Medaille  in  Lysekil  1868.
Bronze-Medaille  in  Stockholm  1868.
dito  in  Kopenhagen  1872.
Unter  A.
Tisch-,  Käse-  und  Buttermesser,
Bäckermesser,  k
Schustermesser,
Austernbrecher.
Unter  B.
1  isch-,  Käse-,  Butter-,  Speck-,  Schnitzund
  Jagdmesser,
Gemüsemesser,

Porterhaken,
Messerscheiden,
Stahlspiegel  mit  Holzrahmen.
Unter  C.
Vorschneide-,  Brod-,  Küchen-  und  Schlachtmesser, ­

Messer  für  Buchbinder  u.  s.  w.
Die  Fabrik,  welche  im  Jahre  1836  angelegt
wurde,  wird  vermittelst  2  Turbinen  von  zusammen ­
  20  bis  24  Pferdekraft  getrieben  und  beschäftigt ­
  25  Männer  mit  einem  Tagelohne  von  1,50
bis  2,50  R:dr  nebst  freier  Wohnung,  ferner  2
Weiber  und  9  Kinder.
Als  Rohmaterial  wird  Gussstahl  von  Wikmanshyttan
  und  Bessemerstahl  von  Sandwiken  und  Siljanfors
  angewandt  und  wurden  im  Jahre  1871
293  Ceutner  verbraucht.
Bei  der  Fabrikation  bedient  man  sich  Maschinenhammer, ­
  Pressen,  Schleif-  und  Poiirmasehinen,
wodurch  die  Handarbeit  bedeutend  vermindert
wird.
Der  Productionswerth,  welcher  sich  in  10
Jahren  mehr  als  verdoppelt  hat,  belief  siejh  im
verflossenen  Jahre  auf  54,000  R.dr  und  die  Abgaben ­
  auf  ungefähr  200  R:dr.
Die  Fabrikate  werden  hauptsächlich  in  Schweden ­
  abgesetzt,  doch  findet  auch  eine  Ausfuhr  nach
Norwegen,  Dänemark,  Süd-Amerika  und  Deutschland ­
  Statt.
Für  die  Kinder  der  Arbeiter  hat  der  Besitzer
eine  gewisse  Summe  in  der  Leibrenten-  und  Kapital-Versicherungsanstalt ­
  zu  Stockholm  deponirt.
448.  Sundström,  J.  O.  Charlottenberg.
(Siehe  N:o  10).
Hausnägel,
Schiffsnägel,
Schienennägel.
449.  Sparre,  S.  &  A.,  Freiherren.  Wedevug.
Agenten:  in  Stockholm  Söderberg  &  Haak,
»  Riga  Frisk  &  Wieprecht,
»  Beirat  M:rs  Kalil  Nasser  &
Fils.
Bronze-Medaille  in  Malmö  1865,
dito  v  Stockholm  1866,
dito  >  Paris  1867,
dito  »  Stockholm  1868,
Silberne  Medaille  in  Stockholm  1868.
Spaten.
Schaufeln.
Die  Fabrik  v\;urde  schon  im  16  Jahrhunderte
angelegt,  doch  begann  die  Fabrikation  von  Schaufeln ­
  und  Spaten  erst  im  Jahre  1864.
Als  Treibkraft  dient  Wasser,  ungefähr  50
Pferdekraft,  und  werden  25  Arbeiter  beschäftigt.
Im  Jahre  1872  wurden  an  Rohmaterial  3,000
Centner  Eisen,  4,000  Kubf.  Steinkohlen  und  11,000
Tonnen  Torf  verbraucht.
Die  Fabrikate  werden  grösstentheils  im  Lande
abgesetzt,  nur  im  Jahre  1871  wurden  17,000  Spaten
  nach  Russland  ausgeführt.
Bei  der  Fabrik  ist  ein  neues  Schulhaus  für
100  Kinder  erbaut  worden.
            
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