104
ANHANG. WEIBLICHE ARBEITEN.
4. Gürtel für Korpulenz, Bauchwassersucht,
Nabelbruch oder Rückeumarksleklen.
857. Erikson, gebt aus.
Berger, J. Fräulein. Strömstad.
Zehn Dutz. weisse Zwirnknöpfe.
858. Indebetou. Nyköping.
Zwirnknöpfe.
859. Kistner. Stockholm.
Zwirnknöpfe.
860. Norman, geht aus.
Heland, L. Frau. Stockholm.
Auf der Maschine gestrickte Herrenstrümpfe
aus Wolle, '/, Dutz.
Frauenstrümpfe, 1 2 Dutz.
8(51. Hartvick, A. Frau. Wadstena.
1. Spitzen zu einem Fächer.
2. Spitzen, 3’/ 2 metres.
3. Barbe.
4. Spitzen zu einem Taschentuch.
862. Lidbom, L. Fräulein. Wadstena.
1. Spitzen zu einem Fächer.
2. Barbe.
3. Cravatc.
4. Kragen.
5. Kragen.
863. Pettersson, Passementerie-arbeiterin.
Stockholm.
Verschiedene Passementerie-arbeiten.
(Siehe 805.)
863 a. Lindblad, Ch. Gefle. Charlottenherg.
Verschiedene Seidenarheiten.
(Werden in Gruppe V ausgestellt.)
864. Bredberg, C. Frau. Alingsäs.
Zwei Hängematten.
865. Weman, E. Fräulein. Grenna.
(Preisbelohnt an der allgemeinen landwirthschaftlichen
Ausstellung zu Göteborg 1871.)
Zwei Hängematten.
866. Billström, A. T., Frau. Stockholm.
Künstliche Blumen.
867. Baer, A., Fräulein. Stockholm.
Künstliche Blumen.
867 a. Carlsson, H., Fräulein. Stockholm.
Künstliche Blumen.
868. Nysander, A., Fräulein. Stockholm.
Künstliche Blumen, (zum grössten Theil
wilde, schwedische Blumen).
869. Stuart, Fräulein. Stockholm.
Künstliche Blumen.
870. Södcrman, C. F., Frau. Upsala.
Künstliche Blumen.
871. Gjerling, Frau. Stockholm.
Sechs Respiratoren.
871 a. Rönnblom, L., Fräulein. Stockholm.
Handschuhe:
1. Vj' Dutzend aus ungeborenen Rennthierhäuten
mit drei Knöpfen.
2. V* dito dito ohne Knöpfe.
3. 1 Dutzend Klippingshandschuhe.
4. 1 Dutzend weisse Handschuhe mit zwei
Knöpfen.
5. 1 Dutzend helle farbige Handschuhe
mit zwbi Knöpfen.
872. Peterson, A., Schülerin in der Gewerbeschule.
Stockholm.
Ein Präsentirteller)
Ein Kästchen f lackirte Arbeiten.
873. Brandt,- A. Stockholm.
Papparbeit.
874. Carlaon, D. Stockholm.
Papparbeit.
875. Flodins Buchdruckerei. Stockholm.
Bücher, gesetzt und gedruckt von Frauenzimmern
unter Leitung von Louise
Flodin.
Diese Druckerei ward 1862 von Frl. Louise
Söderqvist, welche seit 1863 mit Hrn Sigfrid Flodin
verheirathet ist, gegründet, und werden dort
nur weibliche Typographen angewendet, welche
sowohl^ das Setzen als das Drucken besorgen.
Lm die Arbeit zu erleichtern, sind .die Kasten
so eingerichtet, dass die Setzer dort bequem sitzen
können. Die Anzahl der Arbeiterinnen beträgt
gewöhnlich 30, und haben viele der jungen
Frauenzimmer, welche dort für das Bnchdruckergewerbe
herangcbildet sind, nachdem als Vorsteherinnen
von Bnchdruckereien im Lande (9
zur Anzahl) Anstellung erhalten und werden
ihnen von den betreffenden Principalen die besten
Zeugnisse ertheilt.
frl. Südcrqvist, welche früher Lehrerin gewesen,
doch ihrer Gesundheit wegen gezwungen
worden, einen andern Beruf zu wühlen, trat 1857
als Lehrling an der Buchdruekerei eines Verwandten
ein und erlernte dort mit Leichtigkeit
die ersten Gründe dieses Gewerbes. Da sie die
erste schwedische Frau war, welche sich auf dieser
Bahn versuchte, hatte sie auch viele Schwierigkeiten
zu überwinden, aber durch Beharrlichkeit
und Geschicklichkeit gelang es ihr bald, sc
v j e | Ansellen zu gewinnen, dass ihr, nach kaum
einjähriger Arbeit an letztgenannter Druckerei,
ein Platz als Factor an einer Druckerei in einer
Landsortsstadt angeboten wurde, wo das Selzen
ausschliesslich von Frauenzimmern besorgt werden
sollte. Da diese indessen nur aus unwissenden
Kindern bestanden und die männlichen Drucker
fortgingen, musste sie die Arbeit zum grössten
i heil allein ausrichten und auch die Druckpresse
zu besorgen lernen, während sie ausserdem noch,
in der Abwesenheit ihres Principais, manchmal
genüthigt war, die Rcdaction der Landsortszeitung,
welche er herausgab, zn bestreiten. Vermöge
der Erfahrung, welche sie auf diese Weise
gewonnen, beschloss sie gegen Ende des Jahres
1858 eine eigene Druckerei in einer Landsorts-