MAK

Full text: Special-Catalog der Ausstellung des Persischen Reiches

17 
weichen Legirang leicht abnfttzen, theils weil sie beschnitten 
werden. Kaufleute wiegen bei Zahlungen das Geld, und lassen 
so viel zulegen, bis das fehlende Gewicht ersetzt ist. Kauf 
männische Briefe lauten immer „Toman von s / 4 Miscal Präge 
Nassereddin Schah”. 
Falsche häufig cursirende Tomans erkennt man durch 
das leichtere Gewicht, bei bedeutenderen Goldtransactionen ist 
es zur Prüfung der Münzen zweckmässig, einen Geldwechsler 
(Saraf) vom Bazar zu holen, der die Münzen prüft und abwiegt. 
Nach europäischer Münze kann durchschnittlich der Werth 
des Tomans auf 12Vs Francs angesetzt werden. Auf den 
Toman gehen 10 Silberstücke genannt Kran, rnehi noch cir- 
culiren Halbkranstücke Banabat genannt. Das Kranstück 
wiegt 25 Nechud. Zwischen Gold und Silber besteht zu Gun 
sten des ersten jetzt ein Agio von 3 %■ F)er Kran gilt dem 
nach beiläufig 1 Frcs. 20 Centimes. 
Als Scheidemünze gibt es Kupferstücke (Schahi), wovon 
20 auf den Kran und 200 auf den Toman gehen. 
Ausser den persischen circuliren noch viel russische Im- 
perial’s, russisch-holländische Ducateii (Bodschogli) und Silbei- 
Rubel (Manaten), die nach Curs-Werth berechnet werden. 
Andere Münzen, selbst Livres Sterling und die beliebten 
Maria Theresien-Thaler, haben nur Goldwerth, daher es bei 
Reisen nothwendig ist, die genannten gangbaren Münzen zu 
führen, wenn man es nicht vorzieht, an ein achtbares Haus, 
etwa an Ziegler & Co. in Tabris eine Anweisung zu erlangen. 
m 
© 
2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.