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MAK

Full text : Special-Catalog der Ausstellung des Persischen Reiches

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fixe  schwarze  Färbung.  Die  Blätter  und  Blüthen  eines  Rittersporns
(Isperek  Delphinium  comptocarpum)  aus  Chorassan,  ebenso  die
Wurzeln  einer  Staude  in  Azerbeidschan  (tschube  zerd  auch
Seridschek  genannt)  gibt  eine  schöne  gelbe  Farbe.  Die  Gallen  der
Eichen  aus  dem  ganzen  Elwendgebirg  geben  die  berühmten  im
Handel  gesuchten  zwei  Qualitäten  von  Galläpfeln  (Mazu),  während
noch  fünf  andere  dieser  Eiche  eigentümlichen  Gallen,  ebenso
der  taninhaltige  Bast  (dschaft)  zur  Gärberei  und  Färbung  im
Inlande  dienen.  Die  Gallen  von  Pistazien  (Buzgendsche),  eben
so  die  Schalen  der  Granatäpfel  finden  in  der  Seidenfärberei
vielfache  Anwendung.  Uebrigens  reichen  die  Färbestoffe  des
Landes  nicht  zur  vielfachen  Fabrication  aus  und  es  wird  jährlich ­
  eine  bedeutende  Quantität  vorzüglich  aus  Indien  und
Amerika  zugeführt.  Erwähnt  sei  hier  noch  ein  tierischer
Färbestoff,  nämlich  die  inländische  Cochenille,  welche  in  der
Gegend  des  Arrarat  in  Korapapak  vorkömmt  und  vielfach  zur
schönen  Färbung  von  Stoffen,  besonders  Strümpfen  in  Choi
Verwendung  findet.  Es  ist  dieses  die  Porphyrophora  Hamelii,
ein  Kermeskäfercheu,  welches  auf  der  Grasart  Poa  purgens
weidet.
Oelgebende  Pflanzen.  Die  Olive  findet  sich  reichlich
längs  des  Sefid  rud  von  Manschil  aus,  teils  cultivirt,  teils
verwildert.  Die  Oelbereitung  und  die  Pressen  sind  sehr  unvollkommen, ­
  daher  das  Product  nur  der  Seifen-Fabrication  zu  Gute
kömmt.  Nur  in  den  letzten  Jahren  machten  Armenier  den  Versuch, ­
  sowohl  nach  rationeller  Art  Oel  zu  pressen,  als  auch
Oliven  in  Oel  und  Essig  zu  conserviren.  Von  den  Versuchen,
die  im  Kleinen  gemacht  wurden,  stammen  auch  die  Exemplare
unserer  Sammlung.  Natürlich  steht  auch  diesem  edlen  Oele
bei  ökonomischer  Bewirtung  eine  Zukunft  vor.  Als  Lampenöl
überhaupt  dient  nur  das  von  den  Ricinuskörnern,  der  Anbau
ist  daher  sehr  ausgedehnt,  besonders  sind  die  Fruchtkolben
und  Körner  in  Isfahan  von  besonderer  Grösse  und  Ergiebigkeit.
Auch  Sesam  (gundschit)  wird  strichweise  gebaut  und  das  Oel

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