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tioti nach dem Edicte von Nantes. Unter den Emigranten
jener Zeit finden sich unternehmende Geister, Männer, die
schon in Frankreich eine selbstständige Stellung eingenommen
haben — keine Arbeiter im heutigen Sinne des Wortes, keine
Arbeiter, die, um fruchtbar zu wirken, französisches Capital,
französische Erfindungsgabe, die Bedürfnisswelt des überreizten
Paris zur nothwendigen Voraussetzung haben. Wir alle, die
wir den Werth französischer Leistungsfähigkeit auf den letzten
Weltausstellungen kennen gelernt haben, die wir wissen, dass
das, was specifisch dem französischen Volke angehört, von
keiner Nation ungestraft nachgeahmt werden kann, werden uns
nicht aufreden lassen, dass desswegen, weil 80,000 fremde
Arbeiter Frankreich verlassen, Frankreich wenn nicht morgen,
so doch übermorgen nicht das sein wird, was es gestern war,
und was es seit Jahrhunderten gewesen ist.
Frankreich wird nach diesem Krieg überhaupt, das ist
meine unmassgebliche Meinung, weniger dadurch verlieren, dass
es an Gebiet verliert, dass es tüchtige Arbeitskräfte ausgewiesen,
dass seine materiellen Kräfte erschöpft, seine geistigen decimirt
sind. Die Gefahren, denen Frankreich entgegengeht, liegen darin,
dass es an sich selbst irre wird, sich über sich selbst nicht
orientiren kann, die Gefahren liegen in der Corruption der
Grossen, in dem Mangel an Muthe, zur rechten Zeit und in
der rechten Art umzukehren. Und ohne diese Umkehr verfällt
Frankreich denselben politischen und socialen Utopien,
welche auf seinem Boden vorzugsweise ausgesäet oder gepflanzt
worden sind. Frankreich kennt nur sich und nicht das Ausland,
es hebt seine Schmeichler in die Höhe und hat keinen
Sinn für Männer von Wahrheit; es vergisst ganz, dass auch
andere Nationen zur politischen und nationalen Wiedergeburt
berufen, im Weltconcerte eine Stimme zu erheben ebenso berufen
sind, wie Frankreich. Die Weltlage ist heute eine andere,
wie 1790, eine andere als nach den Schlachten von Jena und
Auerstädt, der Demüthigung Spaniens, Italiens und des deutschen
Reiches. Die damals niedergeworfenen Nationen stehen selbstständig
da; die Staatsmänner unserer Zeit müssen mit den