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Baiern und die Preussen, und nicht die Sachsen sind, welche
in Oesterreich die Deutsch-Oesterreicher politisch annulliren, in
Galizien polakkisiren , in Laibach slovenisiren, in Triest verwälschen
wollen.
Die Frage also, wie sich ein geeinigteres Deutschland
unserem Vaterlande gegenüber verhalten wird, macht mir für
die Existenz Oesterreichs nicht bange. Viel gefährlicher als die
äusseren Feinde sind die Feinde Oesterreichs im Lande selbst
— doch darüber haben wir nicht zu sprechen.
Wir wollen die Consequenzen der Wendung der politischen
Dinge für Oesterreich, soweit hiedurch das Gebiet der
Kunstindustrie berührt wird, mit nüchternem Geiste betrachten
und nichts im Auge behalten, als dasjenige, was das Interesse
der Monarchie verlangt.
Vorerst müssen wir das festzuhalten suchen, was wir auf
kunstindustriellem Gebiete in den letzten Jahren bereits errungen
haben. Was wir errungen, haben wir nicht errungen in
der Rivalität mit dem deutschen Markte, sondern in der
Rivalität mit dem französischen Markte. Im Inlande, wie im
Auslande, waren nicht die deutschen Producte unsere grössten
Concurrenten, sondern die französischen. Was wir errungen
haben, concentrirt sich in der Thatsache, dass Wien ein Mittelpunkt
für Kunstindustrie geworden ist, dass die Wiener
Waare einen specifisch Wienerischen Charakter hat, und dass
sie im Weltverkehre durchgedrungen ist.
Was wir errungen haben, ist die Thatsache, dass das
Ausland auf diese Bestrebungen aufmerksam geworden ist, und
dass die Institute, die zu diesem Zwecke geschaffen worden
sind, die Aufmerksamkeit des Auslandes auf sich gezogen haben;
wir weisen in dieser Beziehung auf das eingehende und umfassende
Urtheil, welches über unser Institut die Gazette des
Beaux-Arts jüngst abgegeben hat, hin.
• Was wir errungen haben, ist das Bewusstsein und die
Ueberzeugung, dass unser Beruf in der Pflege der Kunstindustrie
liegt, wenn wir ferner verstehen, das festzuhalten, was
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