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mit französischer Waare nach französischen Zeichnungen einrichten.
Da es gehässig scheinen würde, wenn ich die Salons
an der Ringstrasse bezeichnen würde, die an unseren Künstlern
und Kunstindustriellen gleichgültig vorüber gegangen sind,
entnationalisirt ihrer Gesinnung nach, in künstlerischer wie in
nationaler Beziehung, französische Waare gesucht haben, so
. will ich eben vorziehen, einige Salons zu nennen, die im Österr.
Sinne und im Interesse unserer Kunst vorgegangen sind, die
Salons des Erzherzogs Wilhelm, des Baron Tedesco, des Redacteurs
der Freien Presse, Friedländer, das Comite, Graf Ed. Zichy
an der Spitze, das das Grand Hotel eingerichtet hat, Banquier
Lippmann u. s. f. Dazu kömmt eine grosse Masse Käufer, gleichfalls
den höheren Ständen angehörig, die nach dieser Seite hin, ungebildet,
wie sie sind, dem französisch klingenden Namen nachlaufen.
Dazu kömmt ferner noch jeqe Masse von Händlern, die
das grosse Wort in den Mund nehmen und glauben den Geschmack
gepachtet zu haben, wenn sie mit allen möglichen französischen
bric- ä-brac um Weihnachten und Neujahr handeln, dabei die Protectorsmiene
der Kunstgönner annehmen, aber selbst bei Werken,
die sie hier machen lassen, nur in höchst seltenen Fällen die Ehre
dem Künstler gönnen, der die Zeichnung gemacht hat, oder
dem Tapezierer, dem Tischler oder dem Bildhauer, welche das
Werk ausgeführt haben. Diese Kaufleute, wie sie sind, die
weder zeichnen noch arbeiten können, haben, trotz ihrer französischen
Studien, den Ehrgeiz der französischen Marchants nicht
herübergenommen, der dem Künstler die Ehre gibt, die ihm
gebührt. Allerdings, viele von diesen sind durch das Schicksal
jetzt grausam gestraft worden, und die bösen Preussen haben
ihnen das Spiel für diesen Winter bitter verdorben. Jetzt
allerdings suchen sie, wie nach Stecknadeln, nach Künstlern
und Zeichnern, viel zu spät für das Geschäft, hoffentlich nicht
zu spät für die nächste Zukunft; denn die Besseren unter
ihnen werden sich die Lehre zu Herzen nehmen, dass es vor
Allem Noth thut, sich auf heimischem Boden gut umzusehen,
und dass es viel besser ist, mit eigener Kraft als mit fremden
Kräften zu arbeiten.