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wie die Industriellen, gewiss Alles thun müssen, um hinter den
Anforderungen der Gegenwart nicht zurückzubleiben. Sie werden
zunächst vor Allem zwei Fragen eine grosse Aufmerksamkeit
zuwenden müssen, den Gewerbe- und Industrieschulen und der
Weltausstellung.
Die Bewegung, welche in ganz Oesterreich herrscht, um
Gewerbeschulen und Industriespecialschulen zu gründen, bildet
einen Lichtpunkt in dem fast chaotisch bewegten Bilde, welches
gegenwärtig Oesterreich zeigt.
In Böhmen sind in Haida und Gablonz Specialschulen
für die Glas- und Quinncaillerie-Industrie, in Hallein eine Holzschnitzschule
gegründet worden. In Wien sind Elementargewerbeschulen
in das Leben getreten für Knaben und Mädchen.
Sind einige von ihnen noch immer an Realschulen angelehnt,
und nicht selbständig, wie es doch zu wünschen wäre, so ist
die Errichtung dieser Schulen doch ein ungeheurer Fortschritt
im Verhältnisse zu dem Zustande, wie er früher war. Für
den Mädchen-Unterricht werden von verschiedenen Seiten erfolgreiche
Anstrengungen gemacht. Die von der Academie,
dem Polytechnicum und dem Museum befürwortete Umgestaltung
der Gewerbeschule in eine Bau- und Maschinengewerkschule
tritt soeben in das Leben. Wie nothwendig es ist,
dass auf diesem Felde etwas geschehe, haben die jüngsten Unfälle
bei Bauten gezeigt.
Die Specialschule für Weberei ist zwar noch in dem Zustande,
in dem sie sich vor Jahren befand; aber einzelne Genossenschaften,
die Posamentierer, machten erfolgreiche Anstrengungen
für Gründung einer Specialschule; andere Genossenschaften werden
dem guten Beispiele folgen. Es mag manchem, der seine Blicke an
dem wohlgeordneten, von Superioren Geistern geschaffenen und
geleiteten Unterrichtswesen in Deutschland zu richten gewohnt
ist, die gegenwärtige Sturm- und Drangperiode des österreichischen
Unterrichtswesens chaotisch und dilettantisch Vorkommen;
wir selbst sind weit entfernt, sie für etwas Anderes
als eine Uebergangsperiode zu halten, und wissen sehr gut,
dass manches wird über Bord geworfen werden müssen, —