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strie, ab, als dass wir davon abgehen sollten, diesen Gedanken
wirklich durchzuführen.
Allerdings ist es wahr, das Ausstellungswesen ist im gewissen
Sinne degenerirt. Es verbindet sich damit allerhand Schwin-,
del und Charlatanerie. Ehrgeizige und eitle Männer aller Stände
schiessen wie Pilze aus der Erde, wenn von einer Weltausstellung
die Rede ist. Der Eine wünscht einen Titel, der zweite
einen Orden, der dritte braucht zu anderen Zwecken die Reclame
einer Weltausstellung — mit einem Worte, durch
eine Weltausstellung kommen so viele widrige Erscheinungen
in den Vordergrund, dass es viele ernsthafte Männer gibt, die
sich desshalb nicht mehr mit ihr beschäftigen wollen, und dass
es wieder Andere gibt, die eben aus diesen Erscheinungen sich die
Ansicht gebildet haben, eine solche Ausstellung sei ein Schwindel,
und meinen, man solle die erste beste günstige Gelegenheit ergreifen,
und die ganze Geschichte über Bord werfen. Man darf aber
bei dieser Gelegenheit nicht vergessen, dass in der That sehr ernste
Lebensinteressen mit einer solchen Ausstellung in Verbindung
stehen, die man unbesonnenerweise nicht so schnell aus den Händen
geben soll. Es wird später wohl die Zeit kommen, die Ausstellungsfrage
im österr. Museum eingehend zu erörtern; nur auf
einige wenige Punkte wollen wir gleich heute aufmerksam machen.
Die Idee einer Weltausstellung ist durch den Prinzen
Albert in das Leben gerufen worden, einen Mann, der um die
praktische Durchführung der Probleme der modernen Civilisation
im allgemeinen und in England speciell sich verdient gemacht
hat, wie kaum ein Anderer in diesem Jahrhundert. Was der
Weltverkehr bedeutet, was dazu gehört in denselben mit sicherer
Hand einzugreifen, ist erst durch die Weltausstellungen der
grossen gebildeten Welt klar geworden. Sie erziehen den Menschen
zum Weltbürger, und lassen ihn den Werth jener Arbeit
erkennen, welche die Menschen befähigt, der Gesammtheit
der Menschen nützlich zu sein.
Aufgezogen in engen Gesichtskreisen, befangen durch die
Gewohnheiten eines kleinen gewerblichen und industriellen Lebens,
wächst der Binnenländer — und ein solcher ist der Oesterreicher