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Full text : Die österreichische Kunst-Industrie und die heutige Weltlage : Vortrag, gehalten im k. k. österreichischen Museum am 27. October 1870

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bahnhof  bauen,  die  vielen  und  trefflichen  Fabrikanten,  Maschinenbauer, ­
  Ingenieure,  die  als  Oesterreicher  wirken,  und  von  Geburt ­
  Deutsche  sind,  Ditmar,  Hollenbach,  Aug.  Klein,  den  Maschinenfabrikant ­
  Siegl,  und  so  viele  andere,  die  wir  mit  Recht
„Unsere“  nennen,  wenn  sie  auch  „Deutsche“  sind.  Nur  der  Protector
  der  heimischen  Mittelmässigkeit  scheut  das  Anlehnen  und
Emporwachsen  aus  der  gemeinsamen  Culturbasis;  der  Mann  der
Intelligenz  perhorrescirt  solche  Anschauung.  Dazu  kommt,  dass
Gewerbe  und  Industrie  immer  näher  jenen  Bestrebungen  rücken,
welche  unsere  Waaren  dem  Weltverkehre  und  dem  Grossexporte ­
  sichern  wollen.  Wir  bedürfen,  um  unseres  industriellen
Fortschrittes  wegen,  der  Institution  einer  Weltausstellung.
Durch  diese  wird  den  in  binnenländischen  Anschauungen
auferzogenen  Bewohnern  ein  klares  Bild  von  dem  gegeben,  was
in  der  Welt  gearbeitet  wird,  eine  Vorstellung  von  der  Kraftanstrengung, ­
  die  dazu  gehört,  um  etwas  zu  leisten,  was  von
der  ganzen  Welt  acceptirt  wird.
Wir  werden  ja  ohnedem  eine  Weltausstellung  in  dem
Sinne,  wie  sie  in  Paris  und  London  war,  nicht  zu  Stande
bringen  können.  Oesterreich  ist  nur  eine  europäische  Grossmacht, ­
  und  wird,  so  Gott  will,  auch  eine  solche  bleiben;  aber
es  ist  keine  Weltgrossmacht,  wie  es  England,  Nordamerika  und
Frankreich  bereits  sind,  wie  es  Russland  anstrebt,  und  wie  es
Deutschland  in  Verbindung  mit  Oesterreich  und  nur  durch  diese
werden  kann.  Nur  jene  Mächte  können  Weltgrossmächte  genannt ­
  werden,  welche  grosse  Seeküsten  und  Colonien  besitzen
und  Weltverkehr  auf  dem  Meere  treiben.  Von  London  und
Paris  aus  konnte  man  die  ganze  Welt  zu  einer  Weltausstellung
auffordern,  weil  die  ganze  Welt  mit  diesen  Städten  in  Verkehr
lebt,  und  ein  Interesse  hat  in  diesen  Städten  vertreten  zu  sein.
Man  kann  von  hier  aus  wohl  die  ganze  Welt  zu  einer  Weltausstellung ­
  auffordern;  aber  man  kann  gewiss  sein,  dass  nur
ein  kleiner  Bruchtheil  der  transatlantischen  Welt  wirklich  erscheinen ­
  wird.  Nehmen  wir  aber  den  schlimmsten  Fall  an,  nehmen
wir,  dass  an  dieser  Weltausstellung  sich  nur  jene  Länder  des
Orientes  betheiligen,  die  an  dem  grossen  Culturmeere  der  alten
            
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