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jetzt die Ehre habe, darzulegen, so darf ich doch wohl mit
wenigen Worten auf die an mir gemachten Erfahrungen, der
ich alle Weltausstellungen kenne, hinweisen, um sagen zu
können: dass das gebildete Publicum, eben so sehr wie der
Arbeiter erst durch eine Weltausstellung zum vollen Bewusstsein
dessen kömmt, nicht blos, was die Kunst der Industrie
bedeutet, sondern welche Art der Kunst und Kunstübung wirklich
dem Volke nützt.
Und da ich nun die Ueberzeugung habe, dass es Richtungen
der Kunst und der Kunstindustrie gibt, die in Oesterreich
gänzlich brach liegen, und die nur der mächtigen Anregung
einer Weltausstellung bedürfen, um auch bei uns zum
Durchbruche zu kommen;
da ich ferner der Ansicht bin, dass nicht bloss einzelne
Talente sich bei dieser Ausstellung Bahn brechen, sondern auch
manche Künstler und Handwerker, die ängstlich oder nicht
kräftig genug in ihrer Ueberzeugung sind, den Muth zur Gründung
kleiner Etablissements, auf deren Belebung die Kunstindustrie
angewiesen ist, bekommen werden; dass ferner jene
bedeutenden Industriellen, die mit Bewustsein und Aufopferung
der Kunst dienen, zur vollen Anerkennung ihrer Persönlichkeit
nur durch eine solche Ausstellung kommen können, und
da ich endlich überzeugt bin, dass dem unmethodischen
und unsicheren Vorgänge in den meisten Gewerbe-Zeichenschulen
auf diesem Wege ein Halt geboten werden wird; so bin
ich mit aller Entschiedenheit meiner Ueberzeugung dafür —•
und ich glaube alle hervorragenden Mitglieder unserer Anstalt,
welche dieselbe seit ihrer Begründung mit ihrer Einsicht unterstützen,
theilen diese Ueberzeugung — dass die Idee der Weltausstellung,
die schon mehr als einmal fallen gelassen wurde,
diesmal mit aller Festigkeit aufrecht erhalten werden müsse.
Allerdings setzt die Durchführung der Weltausstellung
in erster Linie nicht so sehr viel Geld, als vielmehr ein intelligentes,
ernsthaften Forderungen Rechnung tragendes Programm
voraus, und zur Durchführung desselben einen Mann,
der der Grösse der Aufgabe gewachsen ist. Eine Weltausstel-