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Full text : Die österreichische Kunst-Industrie und die heutige Weltlage : Vortrag, gehalten im k. k. österreichischen Museum am 27. October 1870

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die  Minen  und  den  Bergbau  von  Centralamerika  leiten,  bei  den
grossen  Eisenbahnunternehmungen  der  Türkei  und  Brasiliens,
in  den  grossen  Handelsstädten  von  Indien,  Egypten,  Australien
und  Japan.  Sie  werden  aus  den  amerikanischen  Zeitungen  entnommen ­
  haben,  dass  es  kein  Dörfchen  und  kein  Städtchen  in
den  amerikanischen  Freistaaten  gegeben  hat,  das  nicht  die  Gefangennehmung
  Napoleons  und  die  Capitulation  bei  Sedan  als
ein  grosses  Nationalfest  gefeiert  hätte;  Sie  werden  gelesen
haben,  dass  diese  deutsche  Nationalfeier  an  allen  Orten  der
Welt  gehalten  wurde,  wo  sich  Deutsche  niedergelassen  haben.
Es  giebt  keinen  Deutschen  in  der  Welt  mehr,  der  nicht  ein
stark  ausgesprochenes  Nationalgefühl  hätte.  Das  Colonisationsnetz
  des  deutschen  Volkes  ist  eine  vollzogene  Thatsache;  keine
Macht  der  Erde  ist  stark  genug  daran  zu  rütteln,  kein  Staatsmann ­
  wird  sie  ignoriren  können.  Auf  diesem  Felde  der  Weltcivilisation
  werden  wir  demnächst  dem  deutschen  Volke  begegnen. ­

Wenn  nun  Diejenigen,  die  nicht  ohne  eine  Beimischung
von  Ironie  vom  deutschen  Volke  von  einem  Volke  von  Träumern ­
  und  Denkern  gesprochen  haben,  auf  einmal  erstaunt  thun,
einem  praktisch  wirksamen,  praktisch  thätigen  Volke  zu  begegnen, ­
  so  zeigt  dieses  Erstaunen  nur  den  Mangel  der  Erkenntniss
  der  Sachlage,  und  die  geringe  Einsicht  in  die  Bewegungen ­
  der  heutigen  Civilisation.  Die  Deutschen  werden  in  dem
Weltverkehre,  und  dies  im  grösseren  Massstabe,  die  Rolle
wieder  aufnehmen,  die  sie  vor  dem  dreissigjährigen  Kriege  gespielt ­
  haben,  und  die  ihnen  im  16.  und  17.  Jahrhunderte  entrissen ­
  wurde,  durch  die  Religionswirren,  die  Kriege  Ludwig
des  XIV,  die  Entnationalisirung  der  deutschen  Fürstengeschlechter ­
  und  des  deutschen  Adels  im  18.  Jahrhunderte.  Die
Wiederaufnahme  der  alten  historischen  Traditionen  im  Weltverkehre, ­
  in  Kunst  und  Industrie  ist  die  nothwendige  Folge
der  Ereignisse  der  Gegenwart.  Das  deutsche  Volk  ist  berechtigt
zur  Einnahme  dieser  Positionen;  es  steht  nicht  nur  in  Wissenschaft ­
  und  Kunst  auf  dem  Höhepunkt  des  heutigen  Lebens,  es
hat  sich  auch  neben  dem  englischen  Volke  am  meisten  die
            
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