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Full text: Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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Die 'Lage des Tempels zwischen zwei Höfen wurde durch 
den Umstand bedingt, dass der Tempel mit dem Chore, dem 
Ritus entsprechend, die Richtung nach Osten erhalten musste. 
Der Tempel besteht aus derVorhalle, dem durch zwei Säulen 
paare in drei Schiffe getheilten Langhause und dem Raume für 
das Allerheiligste. In den 
Seitenschiffen sind doppelte 
Gallerien für die Frauen; 
die Sitzplätze für die Män 
ner befinden sich im un 
teren Raume. Vor der mit 
Vorhängen verdeckten Bun 
deslade steht die Kanzel, 
welche mittels eines Me 
chanismus in die Höhe ge 
hoben werden kann, wenn 
im Gottesdienste eine Pre 
digt stattfindet. Die drei- 
schiffige Eintheilung wird 
auch in der Fagade durch 
vier Pfeiler mit achteckigem 
Querschnitte gekennzeich 
net, die über dem Dache 
minaretartig abschliessen. 
Im Innern ist vorzüglich die 
Vorhalle mit Ornamenten in 
Mosaik effectvoll verziert. 
Zur Beleuchtung dienen für 
die Tageszeit Oberlichte im 
Mittelschiff und Fenster 
in den Seitenschiffen, zur 
Nacht 500 Gasflammen. 
Literatur: Förster’s Bau 
zeitung, Jahrg. 1859. 
Pfarrkirche in der Bri 
gittenau (F, 1), wurde in 
den Jahren 1867—1873 
nach dem Entwürfe des 
Oberbaurath E’r. Schmidt 
ausgeführt. Sie ist ein ein 
facher, aber sehr gefälliger, 
Fig. C7. 
Pfarrkirche in der Brigittenau. — 
Vsso n. Gr. 
streng frühgothischer Bau mit Anwendung des Basiliken- 
Systemes. Die Kirche bildet ein dreischiffiges Langhaus, 
an dessen westlichem Ende sich zwei Thürme erheben, denen 
eine die ganze Breite der Fagade einnehmende Vorhalle vor- 
gelegt ist. Das Aeussere ist mit gänzlicher Umgehung des 
Technischer Führer durch Wien. 10
	        
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