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Full text: Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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ornamentalen Theile der malerischen Ausschmückung sind von 
Vandernüll entworfen und von Isely ausgeführt. Auch 
die Einrichtungsgegenstände und Kirchengeräthe (gothische 
und polychromirte Altäre, gothische Kanzel, Kronleuchter, Bef 
und Beichtstühle, Taufbecken etc.) sind von Vandernüll 
entworfen. 
Die Orgel mit 42^2 Registern ist von A. Hörbinger. 
Die zu Ehren der sieben Kirchenpatrone, nämlich der sieben 
Zufluchten, aufgehangenen sieben Glocken im A-Dur-Accorde 
sind von J. Hill er in Wiener-Neustadt. 
Die Kirche hat innen eine Länge von 69 m , eine grösste 
Breite von 26,5 m , im Mittelschiffe eine Höhe von 24™, in den 
Seitenschiffen eine Höhe von 11™, im Kreuzschiffe mit der 
Kuppel eine Höhe von 38™. Das Mittelschiff hat eine Breite 
von 13,3™, jedes Seitenschiff eine Breite von 6,3™. 
Der in stylistischer Hinsicht der Kirche angepasste 
Pfarrhof ist nach dem Entwürfe des Ingenieurs J. Fiedler, 
hinsichtlich der Hauptfagade nach dem Entwürfe des Prof. 
F. Schmidt ausgeführt. 
Lazzaristen Kirche, am sogenannten Schottenfeld, Kaiser 
strasse (C, 6), wurde in den Jahren 1860—1862 nach dem Ent 
würfe der Prof. Fr. Schmidt in gothischem Style ausgeführt. 
Die Kirche besteht aus einem dreisehiffigen Langhause, einem 
doppelten Kreuzschiffe und einem einschiffigen Presbyterium. 
Der Thurm erhebt sich über den vier grossen Pfeilern des 
Kreuzes und geht in der Firsthöhe aus dem Vierecke in 
ein Achteck über. Die Beichtstühle sind als arcadenförmige 
Nischen in den in ihrem unteren Theile verstärkten Seiten 
mauern angelegt. Mittel- und Seitenschiffe haben fast gleiche 
Höhe. Die Gewölbe sind einfache Kreuzgewölbe. 
Der ganz aus Stein construirte Hauptaltar erscheint kry- 
stallartig in Baldachine, Fialen und durchbrochenes Pfeilerwerk 
aufgelöst. Etwas rückwärts thront unter einem reichen Bal 
dachin die Statue der Immaculata. Die steinerne Kanzel ruht 
auf sechs freistehenden Säulen. Bemerkenswerth sind auch 
die 14 Leidensstafionen aus Stein an den Wänden des Lang- 
und Querschiffes. Gasbeleuchtung durch freistehende Can- 
delaber. 
Die Kirche hat aussen 59™ Länge, 36™ Breite. Das Mittel 
schiff hat 19™ Höhe, der Thurm bis zum Kreuze 68™ Höhe. 
VIII. Josefstadt. 
Pfarrkirche zu Maria Treu, Piaristengasse (D, 4), wurde in 
den Jahren 1698—1716 im Zopfstyle erbaut. Der Grundriss 
ist rechteckig mit radianten Capellenanlagen zu beiden Seiten
	        
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