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Full text : Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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Josef  II.  zu  einem  Krankenhause  bestimmt  und  im  Jahre  1834
vergrössert.  Es  hat  9  Höfe  und  99  Säle,  davon  55  für  Männer
und  44  für  Frauen;  die  Säle  mit  Mantel-Oefen  nach  Meissner’s
System  beheizbar.  Dieses  Spital  ist  im  alten  Theile  einstöckig',
im  neuen  zweistöckig  und  hat  Kaum  für  3000  Kranke,  enthält
3  Kliniken  für  innere  Medicin,  2  für  Chirurgie,  1  für  Augenkrankheiten ­
  und  ist  in  Verbindung  mit  einer  Gebärabtheilung
mit  500  Betten,  in  welcher  Dr.  Böhm’s  Oefen  zur  Heizung
verwendet  werden.
Der  ganze  Grund  umfasst  10  Hektaren.  Mit  Ausnahme  der
Blattern  werden  alle  Krankheitsformen  in  dieser  Anstalt
behandelt.  -  Director  Dr.  J.  Ritter  v.  Hoffmann.
14.  Das  St.  Annen  unentgeldliche  Kinderspital
im  Bezirke  Alsergrund,  Kinderspitalgasse  Nr.  8  (C,  3),  enthält
Platz  für  80  Betten  und  eine  Poliklinik;  die  Säle  für  je  10
Betten  sind  mit  ihrer  Länge  nach  der  Tiefe  des  Hauses  gerichtet ­
  und  werden  durch  Meissner’sche  Mantelüfen  geheizt.
Direct.  Prof.  Dr.  H.  Widerhofer.
15.  Das  israelitische  Krankenhaus  im  Bezirke
Alsergrund,  Seegasse  Nr.  9  (E,  2).
16.  Das  neue  israelitische  Krankenhaus  am
Währinger  Gürtel  (D,  2),  wurde  in  den  Jahren  1870—1872  auf
Kosten  des  Freih.  Ans.  v.  Rothschild  vom  Archit.  W.  Stiasny
nach  dem  Pavillon  -  Systeme  erbaut.  In  jedem  der  beiden
Pavillons  befinden  sich  zwei  grosse  Säle  zu  je  16  Betten;  im
mittleren  Administrationsgebäude  befinden  sich  24  Extrazimmer ­
  für  zahlende  Kranke.  Musterhafte  Einrichtungen.  Ventilation ­
  nach  Angabe  des  Dr.  C.  Böhm,  Direct,  des  Rudolfsspitals. ­
  —  Direct.  Dr.  B.  Wölfler.
17.  Die  Landes-Irrenanstalt  im  Bezirke  Alsergrund,
Lazarethgasse  Nr.  14  (D,  3),  auf  einem  Grundcomplexe  von
22  Hektaren  in  den  Jahren  1848—1852  vom  Architekten
Fellner  ausgeführt.
Der  Bau  gruppirt  sich  in  den  mittleren  Carrebau,  dessen
Vordertract  die  Directionslocalitäten  enthält,  während  dieSeitentracte
  zur  Aufnahme  von  ruhigen  Kranken  und  der  rückwärtige ­
  Tract  für  die  der  somatischen  Kranken  und  die  Bäder
bestimmt  sind.  Die  von  letzteren  in  gleicher  Richtung  auslaufenden ­
  Fronttracte  sind  ebenfalls  den  ruhigen  Geisteskranken
und  die  an  den  äussersten  Enden  hierauf  rechtwinklig  angelegten ­
  Zellentracte  den  tobenden  und  unreinen  Kranken  zugewiesen.
Die  Oekonomiegebäude  stehen  rechts  und  links  im  Vordergründe ­
  und  sind  durch  Wandelbahnen  mit  den  letztgenannten
Tracten  in  Verbindung.  Mit  Ausnahme  der  1  Stock  hohen
Zellentracte  und  des  ebenerdigen  Oekonomiegebäudes  ist  die
Technischer  Führer  durch  Wien.  11
            
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