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Full text : Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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Krems  and  Passau,  sowie  alpine  Sand-  und  Kalksteine  vertreten ­
  sind  und  welcher  von  Silt,  einem  sandigen  Schlamme,
überlagert  wird.
An  vielen  Stellen  zeigt  die  oberste  Decke  einen  unregelmässigen ­
  Wechsel  von  Lehm,  Sand,  Geschieben,  Scherben,
Ziegelstücken  u.  s.  w.  Das  Zustandekommen  dieses  Schuttes,
welcher  oft  bis  zu  13  Meter  Mächtigkeit  hat,  hängt  innig
mit  der  Geschichte  Wiens  zusammen.
Die  niedrigsten  Bezirke  am  linken  Ufer  des  Donaucanales,
zum  Theil  auch  auf  dem  rechten  Ufer  (Leopoldstadt,  Brigittenau, ­
  Kossau,  Weissgärber)  ruhen  auf  Alluvium,  unter  dem  sich
Tegel  befindet.  Im  übrigen,  von  den  niedrigen  Bezirken  durch
einen  Steilrand  getrennten  Theile  liegt  die  Stadt  zum  grossen
Theil  auf  10  bis  30  Meter  mächtigen  Diluvialschichten,  unter
denen  sich  ebenfalls  Tegel  befindet.  Nur  in  den  höher  gelegenen ­
  Theilen  bilden  tertiäre  Schichten  (Belvedere-Schotter,
Congerien-Tegel)  die  Decke.  Die  niederen  Bezirke  liegen  etwa
155 m  ,  die  höchsten  205 m  über  dem  Meere.
(Ausführliches  findet  man  in:  „Der  Boden  der  Stadt  W T ien
von  Ed.  Suess,  1862.“)
Meteorologische  Verhältnisse.  Die  an  der  Donau  streichenden ­
  Nordwestwinde  sind  in  jeder  Jahreszeit  vorherrschend;
häufig  sind  auch  die  Westwinde.  Gegen  Nord-  und  Nordwestwinde ­
  ist  die'Stadt  durch  die  sich  in  längs  der  mährischböhmischen
  Grenze  hinziehenden  Hochebenen  geschützt;  am
seltesten  sind  die  Nord-  und  reinen  Südwinde.  Die  Tage  des
Jahres  zeigen  nur  gegen  20  Procent  ganz  windstille  Tage,
aber  gegen  8  Procent  Stürme,  die  zum  Theile  sehr  heftig  sind.
Durchschnittlich  entfallen  auf  die  Tage  des  Jahres  31  Procent ­
  Regentage,  10  Procent  Schneetage,  21  Procent  Nebeltage.

Vertheilung  der  Windrichtungen  in  den  Jahreszeiten  in  Procenten
der  Gesammtzahl.

N.

N.-O.

,  I
0.  s.-o.

S.

S.-W.

W.

N.-W.

Winter
Frühjahr.
Sommer  .
Herbst

9
11
8
8

5
7
5
7

11
8
5
10

16
14
8
19

8
8
7
7

8
10
12
9

24
22
32
23

19
20
23
17

Jahr  .  .

9

6

9

14

7

10

25

20
            
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