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Gasser, Broncebrunnen von Fernkorn. Baukosten 1,6
Millionen Gulden.
Die Börse übersiedelte wegen zu grosser Beschränkung
in dem oben beschriebenen Gebäude im Jahre 1872 in das
nach dem Entwürfe Fö rs ter’s im Jahre 1871 als Holzbau von
der österr. allgemeinen Baugesellschaft ausgeführte provisorische
Bör sen gehäude am Schottenring (F, 3), während
jetzt die ehemaligen Börselocalitäten ein Filiale der grossartigen
Waarenniederlage des Hauses Phjlipp Haas und
Söhne bilden.
Creditanstalt, am Hof Nr. 6 (F, 4), wurde in den’Jahren
1858—1860 nach dem Entwürfe Fröhlich’s erbaut. An der
Fagade gegen den Platz „Hof“ stehen die von Gasser gearbeiteten
Figuren: Schiffahrt, E i sen bahn en ,1H a n d el,
Gewerbe, Ackerbau und Bergbau.
Neues Börsengebäude am Schottenring, dem provisorischen
Börsengebäude gegenüber (F, 3), wird gegenwärtig gebaut.
Der Entwurf ist das Resultat einer beschränkten Concursausschreibung
aus dem Jahre 1869, in Folge deren die Architekten
Th. Hansen und Tietz den Auftrag erhielten,
das Gebäude nach dem Entwürfe des ersteren zu erbauen. Der
in Fig. 80 dargestellte und zur Ausführung bestimmte Plan ist
indess das Resultat eingehender, commissioneller Berathungen,
da die ausserordentlich zunehmende Frequenz der Börselocalitäten
manche Abweichungen vom ursprünglichen Programme
nöthig machten.
Das ganze Gebäude ist 91 m lang und 99 m tief. Der ungemein
einfache, schöne Grundriss zeigt uns als Hauptraum
den grossen B ürsesaal (2), der von der Ringstrasse durch ein
grosses Vestibüle (1) getrennt und an den Seiten von den
Bureaux (6 und 7) umgeben ist. Der dem vorderen Vestibüle
entsprechende Raum an der rückwärtigen Seite, eine
dorische Säulenhalle, ist als Ar ran g eu r rau m bestimmt. Die
Haupttreppen (4), welche in dieser Art von Gebäuden nur eine
secundäre Rolle spielen, sind auf zwei entgegengesetzten
Ecken angeordnet und führen sowohl in die in den oberen
Etagen untergebrachten Casinos und Banklocalitäten (Uber 1
und 3) und zu den Geschäftszimmern der Bankiers (über 6
und 7), als auch in das Souterrain zu der Mehlbörse (unter
6) und zur Restauration (unter 7). Das Licht empfangen die
letzterwähnten Räume einerseits aus den vier Höfen (0), welche
den Saal von den Nebenlocalitäten trennen, als auch durch
Oberlichte, die von den Seitenfagaden des Gebäudes unter
den Parterrefenstern liegen. Von den Stirnseiten des Ge-