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Full text: Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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verkleidet. Die Dächer sind mit Zink (theilweise Schiefer) 
gedeckt. Die Construction der Decken ist decorativ ver 
wertet; die Decken im Kestaurationslocale sind als Holz- 
cassettendecken mit Intarsien-Imitationen behandelt. Maler 
arbeiten von Held. 
Die Vorhalle trägt die allegorischen Figuren der bedeu 
tendsten Städte, welche die Nordwestbahn mit Wien verbindet, 
nämlich Dresden, Leipzig, Breslau, Berlin, Hamburg und Bi-e- 
men; sodann vier Kindergruppen mit den Wappen von Nieder 
österreich, Böhmen, Wien und Prag. Arbeit in Margarethen- 
Stein von Bildh. Melnitzky. Das Innere der Vorhalle ent 
hält verschiedene Allegorien nebst den Namen berühmter 
Fachmänner vom Maler Pietro Isella. Im Wartesaal 
I. Classe sechs Wandbilder mit Städten und Ansichten vom 
Maler Burghart. Der vom Bildh. Schönthaler ausgeführte 
Hofsalon auf der Ankunftsseite hat in der Decke sechs Bilder 
von Win der. Tapeten, Deckenmalereien, Möbel und Beleuch 
tungsgegenstände nach Zeichnungen des Archit. W. Bäum er. 
Die Eisenconstruction der Halle wurde von der Firma 
Gebrüder Benckiser in Pforzheim ausgeführt. 
Kosten. Die Baukosten betragen zusammen 2,25 Mül. 
Gulden. Die Effectivbaukosten pro Q™ betragen für den Ab- 
gangstract 161 fl., für den Ankunftstract 159 fl., für das Ad- 
ministrationsgebäude 290 fl. Die Eisenconstruction des Hallen 
daches kostet 335 fl. pro Tonne, 21,9 fl. pro Q m ; das ganze 
Hallendach kostet 32,5 fl. pro Q m , excl. Abschlusswand; 
letztere kostet 11000 fl. 
Literatur: Förster’s Bauzeitung. Jahrg. 1873. 
Hinsichtlich der Gebäude für den Dampschiif-, Post- und 
Telegraphenverkehr erwähnen wir nur in Kürze das im Jahre 
1838 erbaute Direct ions-Gebäude der Don au -Dampf 
schiffahr ts-Gesellschaft am Haltepunkte der Dampfschiffe 
am Donaucanale zwischen der Aspern- und Franzensbrücke (H, 4), 
das Haupt-Postgebäude, Stadt, zwischen der Postgasse 
und der Dominikanerbastei (G,4) und das alte Telegraphe n- 
Gebäude, Stadt, Ecke zwischen der Wipplingerstrasse und 
derEenngasse (F, 4). Gegenwärtig ist an derselben Stelle, un 
mittelbar neben dem neuen Börsegebäude, das neue Tele- 
graphen-Gebäude nach dem Entwürfe des Archit. Win 
terhalter im Baue. 
Verkaufs- und Approvisionirungs-Gebäude. 
Verkaufsläden. Wie schon früher bemerkt, sind die Par- 
terre-Käume der Zinshäuser und anderer Gebäude, z. B. der 
Theater, in den frequenten Strassen meist zu Verkaufsläden
	        
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