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Depots und eine Dienerwohnung. Die Kanzleien sind im Erdgeschosse
und im ersten Stocke vertheilt. Die Höhe der beiden
Hauptgeschosse ist 7,G m .
Um für die Ausstellungsräume Feuersicherheit zu erlangen,
sind die Langsäle eingewölbt und diese, sowie die Oberlichtsäle
vom Arcadenhofe durch eiserne Thüren abgeschlossen.
Der Arcadenhof und die beiden Oberlichtsäle haben der Heizbarkeit
wegen doppelte Glasdeckung. Die Erwärmung erfolgt
durch Luftheizung, von Stach ausgeführt.
Das Gebäude ist in italienischer Renaissance in Ziegelrohbau
mit sparsamer Anwendung von Quadern ausgeführt.
Bildhauer-Ornament ist fast gänzlich vermieden. In den Friesen
und der obersten Mittelbau-Etage ist Sgraffito-Malerei (nach
Cartonzeichnungen von Prof. Laufberge r, ausgeführt von
Schönbrunner) in Verbindung mit eingefügten Majoliken-Fig.
102.
Oesterr. Museum für Kunst und Industrie. Parterre. — Veoo n. Gr.
Medaillons angewendet. Die Medaillons haben Köpfe berühmter
Künstler und Kunsttechniker.
Im Innern hat der Arcadenhof mit dem Vestibüle und der
Haupttreppe Anlass zur besonderen architektonischen Durchbildung
gegeben. Die Säulen sind Monolithe aus Mauthhauser
Granit; die Eckpfeiler sind aus Willersdorfer Stein; alles
Uebrige ist aus Untersberger Marmor. Die Stufen bestehen
aus Wöllersdorfer Stein, das Treppengeländer aus Untersberger
Marmor. Das Spiegelgewölbe des Treppenhauses zeigt die in
Fresko von Prof. Laufberger gemalte, dem Meere entsteigende
Göttin der Schönheit, umgeben von den Gestalten der
Architektur, Malerei, Sculptur und des Kunsthandwerkes. Der
Plafond des rechten Oberlichtsaales ist mit Reliefs von
C. Melnitzky, die verschiedenen Techniken darstellend,