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MAK

Full text : Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

hält  die  mechanischen  Vorrichtungen  für  die  Versenkungen
der  Räume,  über  der  Bühne  (Fig.  109)  auf  beiden  Seiten  je  vier
Arbeitsgänge  G,  welche  durch  fliegende  Brücken  Bi  und  Bi
miteinander  verbunden  sind,  und  der  Schnürboden  S  mit  den
Arbeitsmaschinen.  Die  Arbeitsgänge  und  die  fliegenden
Brücken  hängen  an  dem  eisernen  Dachstuhle.  Der  Bühnenraum ­
  hat  Uber  dem  Schnürboden  eine  feuersichere  Decke  F
nach  dem  Systeme  von  Vaux,  welche  ebenfalls  am  Dachstuhle
befestiget  ist,  und  kann  von  dem  Auditorium  durch  eine
Drahtcourtine  abgeschlossen  werden.
Die  Galerien  und  Gänge  im  Zuschauerraume  werden  durch
Eisenconstructionen  getragen;  in  den  Logenahtheilungswänden
sind  gusseiserne  Säulen  und  in  den  Logengängen  theilweise
schmiedeiserne  und  steinerne  Pfeiler  angebracht,  welche  durch
ein  Netz  von  eisernen  Trägern  (Hauptträger  und  Agraffen)
verbunden,  und  in  derselben  Weise  mit  Hohlziegeln  ausgefüllt
sind,  wie  die  Decke  über  dem  Bühnenraume.
Die  Decke  über  dem  Zuschauerraume,  ebenfalls  eine
Eisenconstruction,  besteht  aus  parabolischen  Fachwerksträgern
für  eine  freie  Spannweite  von  28,76™.  (Hühe  in  der  Mitte
1,58™,  an  den  Enden  1,05™,  Sprengung  der  unteren  Gurtung
ll cm ).  Die  Gitterwerke  ruhen  in  mittleren  Entfernungen  von
ca.  3,25m  durch  Vermittlung  eines  genieteten  Blechträgerpaares
auf  den  Pfeilern,  welche  den  Logengang  von  den  Logen
trennen,  und  wechselweise  massiv  von  Stein  und  von  Schmiedeisen ­
  (zugleich  Schläuche  für  Zwecke  der  Ventilation)  ausgeführt ­
  sind.  Zwischen  zwei  solchen  Hauptträgern  liegt  noch
durch  Verbindung  von  Querträgern  ein  genieteter  T-förmiger
Träger,  und  in  den  sich  nun  ergebenden  Entfernungen  der
Träger  von  ca.  1,75™  sind  fast  scheitrechte  Gewölbe  (durch
dreierlei  Ziegeldicken)  von  Hohlziegeln  gespannt,  auf  welche
Gewölbe  der  Plafond  von  Stuck  befestiget  ist  (durch  Draht
und  Kohlen).
Die  Decken  im  Vestibüle  und  im  grossen  Treppenhause
bestehen  aus  zwischen  genieteten  eisernen  Trägern  gespannten
Gewölben  von  Hohlziegeln.  Die  Decken  in  den  obersten
Räumen  der  vier  Seitenflügel  mit  13,8™  Spannweite  bestehen
aus  genieteten  eisernen  Haupt-und  hölzernen  Zwischenträgern
(siehe  „Bauconstructionen“).  Die  Decke  über  dem  grossen
Malersaale  ist  eine  Bohlenbogendecke  nach  dem  System
Delorme  (siehe  „Bauconstr.“).  Die  Gewölbe  der  Arcadengänge
sind  nach  dem  mittelalterlichen  Systeme  durch  Diagonalrippen
von  Stein  construirt.  Bezüglich  der  bei  diesem  Baue  verwendeten ­
  Steine  siehe  „Baumaterialien“.
Als  hervorragende  Tischlerarbeiten  müssen  erwähnt
werden  die  Thüren  der  Hofappartements,  besonders  jene  im
            
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