hält die mechanischen Vorrichtungen für die Versenkungen
der Räume, über der Bühne (Fig. 109) auf beiden Seiten je vier
Arbeitsgänge G, welche durch fliegende Brücken Bi und Bi
miteinander verbunden sind, und der Schnürboden S mit den
Arbeitsmaschinen. Die Arbeitsgänge und die fliegenden
Brücken hängen an dem eisernen Dachstuhle. Der Bühnenraum
hat Uber dem Schnürboden eine feuersichere Decke F
nach dem Systeme von Vaux, welche ebenfalls am Dachstuhle
befestiget ist, und kann von dem Auditorium durch eine
Drahtcourtine abgeschlossen werden.
Die Galerien und Gänge im Zuschauerraume werden durch
Eisenconstructionen getragen; in den Logenahtheilungswänden
sind gusseiserne Säulen und in den Logengängen theilweise
schmiedeiserne und steinerne Pfeiler angebracht, welche durch
ein Netz von eisernen Trägern (Hauptträger und Agraffen)
verbunden, und in derselben Weise mit Hohlziegeln ausgefüllt
sind, wie die Decke über dem Bühnenraume.
Die Decke über dem Zuschauerraume, ebenfalls eine
Eisenconstruction, besteht aus parabolischen Fachwerksträgern
für eine freie Spannweite von 28,76™. (Hühe in der Mitte
1,58™, an den Enden 1,05™, Sprengung der unteren Gurtung
ll cm ). Die Gitterwerke ruhen in mittleren Entfernungen von
ca. 3,25m durch Vermittlung eines genieteten Blechträgerpaares
auf den Pfeilern, welche den Logengang von den Logen
trennen, und wechselweise massiv von Stein und von Schmiedeisen
(zugleich Schläuche für Zwecke der Ventilation) ausgeführt
sind. Zwischen zwei solchen Hauptträgern liegt noch
durch Verbindung von Querträgern ein genieteter T-förmiger
Träger, und in den sich nun ergebenden Entfernungen der
Träger von ca. 1,75™ sind fast scheitrechte Gewölbe (durch
dreierlei Ziegeldicken) von Hohlziegeln gespannt, auf welche
Gewölbe der Plafond von Stuck befestiget ist (durch Draht
und Kohlen).
Die Decken im Vestibüle und im grossen Treppenhause
bestehen aus zwischen genieteten eisernen Trägern gespannten
Gewölben von Hohlziegeln. Die Decken in den obersten
Räumen der vier Seitenflügel mit 13,8™ Spannweite bestehen
aus genieteten eisernen Haupt-und hölzernen Zwischenträgern
(siehe „Bauconstructionen“). Die Decke über dem grossen
Malersaale ist eine Bohlenbogendecke nach dem System
Delorme (siehe „Bauconstr.“). Die Gewölbe der Arcadengänge
sind nach dem mittelalterlichen Systeme durch Diagonalrippen
von Stein construirt. Bezüglich der bei diesem Baue verwendeten
Steine siehe „Baumaterialien“.
Als hervorragende Tischlerarbeiten müssen erwähnt
werden die Thüren der Hofappartements, besonders jene im