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Full text: Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

brachte, versteift werden musste. Da sich auch dies nicht 
bewährte, so wurde Oberingenieur Hermann damit betraut, 
die Brücke mit dem vorhandenen Materiale zu reconstruiren. 
Nevillebrücke zur Verbindung der Neville- und Brücken 
gasse (D, 7), eine eiserne, nach dem gegenwärtig als unzweck 
mässig erkannten N e v i 11 e’schen Systeme construirte Brücke. 
Sie wurde im Jahre 1852 vom Ingenieur Clark erbaut. 
Sie hat eine Oeffnung von 30,3 m Spannweite, eine Fahrbahn 
Fig. 4. 
Nevillebrücke. — I / 280 n. Gr. 
von 6,6“! Breite und zwei ausserhalb der Träger liegende 
Fusswege von l,9 m Breite. Dem Herrn Neville ist durch die 
Benennung der Brücke und anstossenden Gasse nach seinem 
Namen zu viel Ehre geschehen, da er nicht der eigentliche 
Erfinder, sondern nur der Patentinhaber war.. Kosten des in 
Wittkowitz angefertigten Oberbaues 55000 fl. 
Pilgrambrücke zur Verbindung der Hofmühlgasse mit der 
Pilgramgasse (D, 7), eine eiserne Gitterbrücke, deren Untergurt 
ein wenig und deren Obergurt stärker nach oben gekrümmt 
ist. Sie wurde im Jahre 1866 auf Kosten der Gemeinde von 
der Staatseisenbahn-Gesellschaft ausgeführt. Sie hat eine 
Oeffnung mit 30,3 n > Lichtweite; die zwischen den beiden Trä 
gern liegende Fahrbahn hat 11,4 m Breite, jeder der ausser 
halb der Fahrbahn liegenden Fusswege 3,8 m Breite. Die Stäbe 
des dreifachen Gitterwerkes bestehen aus sogenanntem Ruppert’- 
schen Eisen; sie nehmen von der Mitte nach den Enden hin 
eine steilere Lage an. Die Querträger und Consolen sind nicht
	        
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