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Das Schmiedeisen findet eine ausgedehnte Anwendung
nicht blos in der Form der verschiedenen Verbindungsmittel,
sondern auch als gewalzte und genietete Träger, als Säulen
und Stützen, für Decken-, Dachstubl- und Oberlicht-Gonstructionen,
für Glashäuser etc. etc.
Decken. Von den eisernen Decken sind die feuersicheren
Constructionen, und solche mit eisernen Haupt- und hölzernen
Zwischenträgern (Decken für grosse Spannweiten) zu unterscheiden.
Zu den feuersicheren Deckenconstruetionen rechnet
man die Decken aus Gewölben zwischen eisernen Trägern, und
die sogenannten französischen Deckenconstruetionen. Die ebenerdigen
Localitäten werden gewöhnlich auf eisernen Trägern
eingewölbt, welche manchmal in Entfernungen bis über 3 m
eingetheilt sind. Bei geringeren Localtiefen und kleineren
Entfernungen der Träger werden gewalzte I-Träger, für grössere
Localtiefen und Entfernungen werden entsprechend stärkere,
genietete Blechträger verwendet. Die Deckencenstruction
über dem Zasehenaume des Opernhauses wurde bereits
Seite 263 angeführt. — Von den französischen Decken, hier
theilweise Agraffendecken genannt, wurden einige Anwendungen
gemacht. Eine solche Decke wurde in einem
Badezimmer des Faton’schen Hauses, Kolowratring Nr. 6,
ausgeführt. Die schmiedeisernen Hauptträger in Entfernungen
von circa 47<m> sind im Querschnitte rechteckig,
circa 1 l om hoch und sind durch hackenförmig
abgebogene Eisen (die Agraffen) verbunden,
auf welchen zwischen je 2 Hauptträgern
3 kleinere Eisenstäbe liegen, die mit
Draht niodergebuhden sind. Ueber diesem
Netze von Eisen wurden kleine runde Hohlziegel
mit circa 5cm Höhe und 18 cm Durchmesser
aneinandergereiht, und die Zwischenlagen
mit Cement ausgefüllt. Die Constructionsdicke
dieser Decke beträgt kaum 24 cm . —
Die Souterrain - Localitäten des Waarenhauses
Ph. Haas & Söhne sind ebenfalls durch eine
Agraffendecke abgeschlossen (Fig. 87). — Im
Hof-Opernhause wurden diese Decken an verschiedenen
Stellen angewendet, wie in den
Logengängen und Logen, und über dem Bühnenraume.
Diese feuersichere Decke über der
Bühne ist am Dachstuhle aufgehängt (Seite 262, Fig. 109).
In I ig. 126 ist ein Schnitt durch 2 zwei solche Hauptträger
und ein Theil des Grundrisses dieser Decke gegeben. Die eisernen
Hauptträger mit rechteckigem Querschnitte (13 m m><(ii8mm)
Fig. 126.
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Hof-Opernhaus.
Feuersichere Decke
über der Bühne.
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