18
Saal II. umschliesst die reiche und interessante Sammlung
von Thon ge fasse n, Eigenthum des Museums.
Saal 111. ist hauptsächlich den Glasarbeiten gewidmet,
deren das Museum an deutschen aus dem 16., 17., böhmischen
aus dem 17., 18., und venetianischen aus dem 16., 17.
Jahrhundert und orientalischen höchst interessante Stücke
besitzt; auch die ehemalige Wiener Porzellanfabrik ist hier
ehrenvoll vertreten.
Saal IV. ist für textile Kunst und enthält Webereien
und Stickereien aller Zeiten und Völker, wie Möbel
und Sculpturwerke in Holz, Elfenbein etc. An den
Wänden herrliche Gobelins, darunter der grosse nach der
Zeichnung von Vermeyen (f 1559) mit Darstellungen der
Kriegsthaten Carls V. in Tunis. 54. Cassette mit reicher Stickerei
und den Monogrammen Heinrich II., Königs von Frankreich
und Diana von Poitiers, aus der Mitte des 16. Jhrhdts
Saal V. enthält A rb ei t e n aus Eisen, Zinn, Bronce
etc. Unter den letzteren weisen wir namentlich auf die antiken
Arbeiten von griechisch-römischer Kunst hin.
Saal VI. ln diesem herrlichen Baume entfaltet die moderne
Kunstindustrio ihre Schätze. Jeder Kunstindustrielle
kann hier seine Arbeit dem Publicum vorführen.
Saal VII. enthält Alles, was sich auf Druck, Einband
etc. bezieht; dann Miniaturen, Lackarbeiten, einige
Siegel und Initialen, Ornamente etc.
Saal VIII. Gipsabgüsse.
Saal IX. ist für die permanente wechselnde Ausstellung
der zeichnenden und reproducir enden
Künste bestimmt. In der ersten Serie hat hauptsächlich
die Technik und deren historische Entwickelung Berücksichtigung
gefunden; von der im August d. J. folgenden
2. Serie wird die Terminologie der einzelnen Gattungen
der Keproduction durch charakteristische Beispiele jedes
Kunstzweiges dem Beschauer zur Kenntniss gebracht werden.
ln das Gebiet der Kunstindust.rie gehören auch viele
Stücke der Sammlungen der folgenden Abtheilung.
Sammlungen von Antiken, Münzen, Waffen etc.
Die k k. Schatzkammer, Hofburg, Schweizerhof, Cabinetst.iege.
Dieselbe umfasst einen der reichsten Schätze der Welt
an Edelsteinen, Kostbarkeiten aller Art, darunter auch in künstlerischer
Beziehung höchst bedeutende Gegenstände. Das Eintrittszimmer
enthält die Heroldsgewänder, darunter wahre
Prachtstücke heraldischer Kunststickerei; in den Fensternischen