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MAK

Full text : Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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Saal  II.  umschliesst  die  reiche  und  interessante  Sammlung ­
  von  Thon  ge  fasse  n,  Eigenthum  des  Museums.
Saal  111.  ist  hauptsächlich  den  Glasarbeiten  gewidmet, ­
  deren  das  Museum  an  deutschen  aus  dem  16.,  17.,  böhmischen ­
  aus  dem  17.,  18.,  und  venetianischen  aus  dem  16.,  17.
Jahrhundert  und  orientalischen  höchst  interessante  Stücke
besitzt;  auch  die  ehemalige  Wiener  Porzellanfabrik  ist  hier
ehrenvoll  vertreten.
Saal  IV.  ist  für  textile  Kunst  und  enthält  Webereien ­
  und  Stickereien  aller  Zeiten  und  Völker,  wie  Möbel ­
  und  Sculpturwerke  in  Holz,  Elfenbein  etc.  An  den
Wänden  herrliche  Gobelins,  darunter  der  grosse  nach  der
Zeichnung  von  Vermeyen  (f  1559)  mit  Darstellungen  der
Kriegsthaten  Carls  V.  in  Tunis.  54.  Cassette  mit  reicher  Stickerei ­
  und  den  Monogrammen  Heinrich  II.,  Königs  von  Frankreich ­
  und  Diana  von  Poitiers,  aus  der  Mitte  des  16.  Jhrhdts
Saal  V.  enthält  A  rb  ei  t  e  n  aus  Eisen,  Zinn,  Bronce
etc.  Unter  den  letzteren  weisen  wir  namentlich  auf  die  antiken
Arbeiten  von  griechisch-römischer  Kunst  hin.
Saal  VI.  ln  diesem  herrlichen  Baume  entfaltet  die  moderne ­
  Kunstindustrio  ihre  Schätze.  Jeder  Kunstindustrielle ­
  kann  hier  seine  Arbeit  dem  Publicum  vorführen.
Saal  VII.  enthält  Alles,  was  sich  auf  Druck,  Einband
etc.  bezieht;  dann  Miniaturen,  Lackarbeiten,  einige
Siegel  und  Initialen,  Ornamente  etc.
Saal  VIII.  Gipsabgüsse.
Saal  IX.  ist  für  die  permanente  wechselnde  Ausstellung ­
  der  zeichnenden  und  reproducir  enden
Künste  bestimmt.  In  der  ersten  Serie  hat  hauptsächlich
die  Technik  und  deren  historische  Entwickelung  Berücksichtigung ­
  gefunden;  von  der  im  August  d.  J.  folgenden
2.  Serie  wird  die  Terminologie  der  einzelnen  Gattungen
der  Keproduction  durch  charakteristische  Beispiele  jedes
Kunstzweiges  dem  Beschauer  zur  Kenntniss  gebracht  werden.
ln  das  Gebiet  der  Kunstindust.rie  gehören  auch  viele
Stücke  der  Sammlungen  der  folgenden  Abtheilung.

Sammlungen  von  Antiken,  Münzen,  Waffen  etc.
Die  k  k.  Schatzkammer,  Hofburg,  Schweizerhof,  Cabinetst.iege.
  Dieselbe  umfasst  einen  der  reichsten  Schätze  der  Welt
an  Edelsteinen,  Kostbarkeiten  aller  Art,  darunter  auch  in  künstlerischer ­
  Beziehung  höchst  bedeutende  Gegenstände.  Das  Eintrittszimmer ­
  enthält  die  Heroldsgewänder,  darunter  wahre
Prachtstücke  heraldischer  Kunststickerei;  in  den  Fensternischen
            
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