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Full text : Technischer Führer durch Wien, mit einem Plane der Stadt nebst Umgebung, einem Plane der Donauregulirung, einem Plane der Weltausstellung, einem geologischen Plane und 137 Holzschnitten

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II.  Rüstkammer.  In  der  Mitte:  D.  die  kannelirte  Rüstung ­
  Ruprechts  von  der  Pfalz  (f  1410):  F.  des  Grafen  Fugger ­
  (f  1615),  in  Schmelz.  An  den  Wänden:  64.  Sigmund  von
Königsfeld  (f  1539),  ganz  vergoldet.  Am  Fensterpfeiler,
XVII.  Schwert  und  Sturmhaube  mit  Ziegenkopf  von  Georg
Skanderbeg  (f  1466);  XVIII.  Rechter  Handschuh  des  Sultan
Soliman,  bei  dessen  Abzug  von  Wien  erobert;  XX.  Kara  Mustapha,
  Grossvezier,  belagerte  Wien  1683  und  wurde  wegen
der  Aufhebung  der  Belagerung  zu  Belgrad  erdrosselt.  XXII.
Stephan  Fadinger’s,  des  Anführers  im  österr.  Bauernkriege,
Flamberg,  Keule  und  Fahne.  In  den  Fenstervertiefungen  Helmbarten, ­
  Cusen,  Schwerter,  wie  sie  die  Landsknechte  trugen.
Zwischen  den  Rüstungen:  Turnierharnische,  Trophäen,  ferner
eine  sogenannte  Hungermaske,  die  von  Raubrittern  bei  ihren
Gefangenen  angewendet  wurde.  Gewehrkamme:;  Gewehre
aller  Gattungen.
III.  Rüstkammer:  italienische  und  spanische  Rüstungen ­
  ;  die  erste  Reiterrüstung,  die  „mailändische“,  des  Erzh.
Ferdinand  von  Tirol  ist  ein  Meisterstück  von  getriebener  Arbeit; ­
  die  zweite  gehörte  dem  Alex.  Farnese,  Herzog  von  Parma
(t  1592),  Feldherrn  Philipps  II.  in  den  Niederlanden.  An  den
Pfeilern  Rüstungen  venetianischer  Dogen.  Ferner  schöne  Spiesse
zur  Schweinsjagd,  ein  prachtvoller  gewölbter  Schild,  reich  nnd
geschmackvoll  mit  getriebener  und  eingelegter  Arbeit,  im  Style
der  besten  ital.  Renaissance  verziert.
IV.  Saal.  Enthält  Büsten  und  Portraits  historisch  merkwürdiger ­
  Personen.  In  der  Mitte  in  3  grossen  Schränken  das
prachtvolle  burgundische  Messornat,  das  zum  goldenen  Vliessorden
  gehört  haben  soll  und  das  Hauptdenkmal  der  Kunststickerei ­
  aus  der  Schule  der  Brüder  van  Eyck  bildet.  Das
Werk  stammt  wahrscheinlich  aus  Arras  aus  dem  15.  Jhrhdt.
und  wurde  bei  der  kürzlich  vorgenommenen  Neu-Aufstellung
aus  der  k.  k.  Schatzkammer  hierher  gebracht.
V.  Saal.  Kunst  undWunderkammer.  Beim  Eingang
links  ein  in  einem  Eichenstamm  verwachsenes  Hirschgeweih  von
22  Enden.  Kasten  I.  Rhinoceroshörner,  Sägen  des  Sägefisches,
Seeigel  u.  dgl.  Unten  eine  Smaragddruse  aus  Peru.  II.  Korallen. ­
  III.  Antike,  meist  in  Tirol  ausgegrabene  Gegenstände.
VI.  Erzstufen,  Handsteine  etc.  Querschrank  A,  31  und  32
zwei  geschnittene  Steine  aus  Silberglaserz,  Christi  Geburt  und
die  Demüthigung  Franz  I.  vor  Kaiser  Carl  V.  29.  Das  Portrait
der  Catharine  von  Medicis  (f  1589),  aus  Eisen  getrieben.
V.  Metallarbeiten.  Eine  Gruppe  von  7  Vögeln  von  Caspar
Gr  ass.  87.  Der  borghesische  Fechter,  oben  Cinquecento  Bronzen.
VI.  Bildwerke  aus  Stein.  16.  Der  Tod  von  Alex  Colin.  30,  31,  33.
Chinesische  Arbeit  aus  Nephrit.  Querschrank  A.  Ein  schwedi-
            
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