einfachen Mitteln erzielt werden; es wurde daher nur die reine Construction decorativ verwendet.
Bei jedem Zimmer wurde ein Baihon in Monier angeordnet, mit innerer blauer Kachelver,*
kleidung und Majolika^Dechplatten. Ober dem zweiten Stockwerke sollen grosse Blechdächer
die darunter befindlichen Baikone vor Niederschlägen schützen; die Abwässerung der Balkons
und Schutzdächer erfolgt durch an der Parade sichtbare MannesmanmAbfallrohre, welche
hinter dem Portal in Sammelkessel münden. Die Wandflächen bei den Balkons sind mit
blauen Kacheln verkleidet, welche in vergoldeten Winkeleisen gefasst sind. Ein weitausladendes
Vordach mit Bogenlampen markiert die Einfahrt. Das Dachplateau ist als Restaurations'
garten ausgestattet. Das Hauptgesimse ist aus Monier und sichtbar bleibenden Trägern com
struiert. Hans Mayr.
OTTO WYTRLIK. ENTWURF ZU EINEM HOTELZIMMER. ZUM SCHUL-
B 0 03 PROJECT. II. JAHRGANG. (TAFEL ii.) BOB
B Jeder Mietraum des Hotels besteht aus Vorzimmer, Zimmer und Badezimmer. Die
Räume sind miteinander mit go/a'io Thüren verbunden und so angeordnet, dass abwechslungs
weise ein grosses Zimmer mit zwei Fenstern neben einem kleineren, einfenstrigen Raume
zu liegen kommt; es ist dadurch ermöglicht, eine Anzahl solcher Räume an eine Person zu
vermieten. Die Thüren erhielten auf jener Seite, wo der Kasten zu stehen kommt, eine
Falzverkleidung entsprechend der Grösse des Möbelstückes. BEB
B Das Hauptaugenmerk bei der Einrichtung des Raumes war auf Reinlichkeit und leichte
Erhaltung desselben gerichtet. Der Fussboden des Zimmers wurde, bis auf einen 30 cm
breiten Streifen längs der vier Wände, mit einem Teppich bespannt. Die Wände erhielten
bis zu i m Höhe eine waschbare Tapete. B B B
B D ie Betten sind aus Messing, die Möbel aus Rustenholz, ohne jedweden unnützen Decor
angenommen. 0 B B
B Die Zimmer erhalten ausser einer Deckenbeleuchtung noch Beleuchtungskörper ober den
Nachtkästchen. Vom Decorieren der Wände mit Bildern wurde abgesehen und erhält jedes
Zimmer nur einen Plan von Wien und eine Zimmerliste. Otto Wytrlik.
B LUDWIG SEIZ. ENTWURF ZU EINEM HOTEL. SCHULPROJECT. 0
B B B II. JAHRGANG. (TAFEL 12.) 000
B Parterre und Mezzanin der Fa^ade bestehen aus einer Putzfläche. Die ersten drei Stock
werke, die mit durchlaufenden Balkons versehen sind, sind so verkachelt, dass sie aus ab
wechselnden weissen und blauen Verticalreihen gebildet erscheinen. B B B
B Zwischen den Fenstern des vierten Stockes, bis zum segmentförmigen Gesimse und in
Verbindung mit diesem ist ein ornamentaler Fries aus Kupfer und eingesetzten färbigen
Majolikastücken sichtbar, welcher einem dunklen, sich um das ganze Gebäude ziehenden
Bande gleicht. B B B
0 Das Dach, in Holzcementconstruction, bildet zum Teil eine Terrasse, welche als Restau
rationsgarten verwendet wurde. Gegen die Gassenfront zu wurde dieselbe mit einer Pergola
und Trilagen versehen, so zwar, dass durch wilden Wein oder andere Schlingpflanzen daselbst
Lauben gebildet werden können. 0 0 0
B Die Balkons sind so construiert, dass an Stelle des Geländers vier Reihen Kacheln,
weiss und blau gestreift, angebracht sind, die in einem Falzeisengerippe eingelegt sind. 0
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