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Full text : Der Welthandel : (Additionelle Ausstellung Nr. 6), officieller Ausstellungs-Bericht

Der  Welthandel.

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zumeift  aus  den  Alpenländern.  Im  Jahre  1872  betrug  die  gelammte  Eilen-und
Stahlproduktion  10.506.000  Centner,  von  denen  die  Hälfte  auf  Commerzeifen,
etwas  mehr  als  2</ ä  Millionen  auf  Eifenbahn-Material  und  1.857.000  Centner
auf  Stahl  entfallen.  Der  trotz  diefer  grofsen  Produktion  nöthige  Import  betrug
2,324.000  Centner.
Man  kann  aus  diefer  Darftellung  wohl  erkennen,  dafs  die  Zeit  längft
vorüber,  in  der  allein  der  Verbrauch  von  Seife  ein  ficherer  Cultur  Mafsftab
gewefen.  Heute  tritt  das  Eifen  als  der  wefentlichfte  Culturfabtor  der  Staaten
auf  und  man  kann  leicht  begreifen,  warum  das  kleine  England,  das  grofse
von  200  Millionen  Menfchen  bevölkerte  Indien  beherrfcht,  wenn  man  beachtet, ­
  dafs  in  England  200  Pfund  Eifen,  in  Indien  1  Pfund  auf  den  Kopf
per  Jahr  entfallen.  Man  kann  weiters  leicht  den  Reichthum  Belgiens  begreifen
und  die  reiche  Cultur-Entwicklung  Nordamerikas,  wo  hundert  Pfund  Eifen
auf  den  Kopf  per  Jahr  entfallen.  Und  in  eigenthümlicher  Weife  nimmt  der
Eifen-Verbrauch  von  Welten  nach  Often  ebenfo  gegen  Norden  und  Süden  ab,
gerade  wie  die  Strömungen  und  Schwingungen  der  Cultur  nach  diefen  Richtungen
hin  immer  fchwächer  werden.
Kupfer  und  Queckfilber.  Von  einer  befonderen  Wichtigkeit  einmal
für  das  Münzfyftem  aller  Staaten  der  Welt,  ein  anderes  Mal  für  die  Induftrie
ift  Kupfer  und  Queckfilber.
Für  das  Erfte  ift  in  den  letzten  Jahren  Chile  und  Auftralien  von  Wichtigkeit ­
  geworden.  Für  das  zweite  Californien,  das  den  Bedarf  der  füdamerikanifchen
  Staaten  für  ihre  Silbergewinnung  und  faft  feinen  eigenen  Bedarf  und
mit  Spanien  den  Bedarf  Chinas  und  Japans  für  die  Zinnobererzeugung  deckt.
Europa  und  Nordamerika  bedürfen  des  Queckfilbers  für  ihre  Induftrie.  Der
Gefammtbedarf  der  Welt  mag  an  50.000  Centner  Queckfilber  betragen.  Die
Gefammtprodubtion  ift  mehr  als  60.000  Centner,  wovon  Spanien  20.000,
Oefterreich  6847  Centner,  Californien  28.000  Centner  producirt.  Die  Gefammt-Kupferprodubtion
  der  Erde  ift  beiläufig  2  Millionen  Centner  und  vertheilt  fich:
Auf  Grofsbritannien
,  Chile
.,  Rufsland
_  Auftralien
„  das  Capland
,,  Nordamerika
„  Deutfchland
,,  Oefterreich
„  Schweden  und  Norwegen
,,  Frankreich
,,  Belgien

Die  Stoffe  des  Pflanzenreiches.
Baumwolle.  Wir  können  uns  auch  hier  kurz  faffen  und  auf  einige  allgemeine ­
  Gefichtspunkte  befchränken,  nachdem  Dr.  Alexander  Peez  in  feinem
Berichte  „Baumwolle  und  Baumwoll-Waaren“  eine  fo  umfaffende  und  ausgezeich
nete  Arbeit  geliefert  hat,  dafs  wir,  ohne  eine  Lücke  zu  latfen,  darauf  uns  berufen
können.
Die  grofsen  Baumwolle  producirenden  Länder  find  bekannt,  und  es  entfäLt
nach  der  letzten  Jahresproduktion:

mit  500.000  Centnern
„  350  000  »
„  180.000  „
,,  iÖO.OOO  „
„  100.000  „
„  280.000  „
x  I74-697
*  53-000
„  50.000  ,,
„  45°°o  X
_  20.000
            
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