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sahen. Audi war nach der darauffolgen
den RAC-Rallye in England mit einem
Doppelsieg von Mikkola/Hertz und
Mouton/Pons Marken-Weltmeister.
Vier Siege und drei zweite Plätze von
Hannu Mikkola sowie die geballte Kraft
und Zuverlässigkeit des Audi quattro
reichten 1983 dazu aus, daß der Flying
Finn nach 20 Jahren in der Vollgasbran
che zum ersten Mal den Weltmeister-
Titel holte, aber der Marken-Titel ging in
diesem Jahr zu Lancia nach Italien.
Dennoch, Ferdinand Piech, der dama
lige Vorstand für Technik und heutige
Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns,
wollte beide Titel in einem Jahr und for
derte Verstärkung. Kein Thema, daß die
se Verstärkung zur dieser Zeit nur ein
deutscher Pilot sein konnte, also gab er
die Devise aus: „Es ist besser mit Walter
Röhrl zu fahren, als gegen den besten
Rallyefahrer der Welt anzutreten."
Audi und das große Doppel
Wahrscheinlich hat der gläubige
Katholik Walter Röhrl tatsächlich einen
heißen Draht zum Herrgott. Sein Vertrag
bei Audi war kaum unterschrieben, da
bekam er neben einem Siegerauto
namens Audi quattro auch noch in rau
hen Mengen das, was man für eine Ral
lye Monte Carlo und den permanenten
Allradantrieb so notwendig braucht:
Schnee, Schnee und abermals Schnee.
Walter Röhrl, der vier Wochen vor der
Rallye bei seinem Teamkollegen Stig
Blomquist in den französischen See-
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Kurz vor der Rally Monte Carlo 1984.
Am Steuer: Michele Mouton
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alpen noch Allradunterricht nahm und
wie immer ein wenig tiefstapelte, ge
wann dann die Rallye Monte Carlo zum
vierten Mal und seine Teamkollegen Stig
Blomquist und Hannu Mikkola machten
den Dreifachtriumph in Monte Carlo für
Audi perfekt. Beim Dreifachsieg von Audi
in Schweden war Stig Blomquist der
haushoch überlegene Sieger vor Michele
Mouton und PerEklund. In Griechenland,
Neuseeland und Argentinien heißt der
Sieger Stig Blomquist und nach einem
weiteren Erfolg bei der Rallye an der
Elfenbeinküste kann ihm der WM-Titel
nicht mehr streitig gemacht werden.
Audi gewinnt damit auch die Rallye-
Marken-Weltmeisterschaft und hat sein
großes Ziel, beideTitel in einer Saison zu
gewinnen, in die Tat umgesetzt.
Abstecher nach Amerika
und Asien
Der Rallyesport galt zu dieser Zeit als
eines der letzten Abenteuer des 20. Jahr
hunderts, was dazu führte, daß beson
ders in den südlichen Ländern die
Zuschauer immer leichtsinniger wurden.
Hinzu kam, daß die Automobilhersteller
die PS-Grenze der Autos immer weiter
nach oben schraubten. Man war mittler
weile über der 500-PS-Grenze angelangt
und es gab nur noch eine gute Handvoll
Piloten, die diese PS-Boiiden beherrsch
ten. Audi muß sich 1985 mit einem Sieg
von Walter Röhrl auf dem Audi Sport
quattro bei der Rallye San Remo begnü
gen und die beiden WM-Titel gingen an
Peugeot und den Finnen Timo Salonen.
Michele Mouton wird von Audi nach
Colorado/USA geschickt, um mit dem
Audi Sport quattro den Gipfel des Pikes
Peak zu erstürmen und sie gewinnt ein
stig Blomquist / Björn Cederberg
im Audi quattro