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MAK

Full text : Mineralische Kohle (Gruppe I, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Mineralifche  Kohle.

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Hiernach  hat  fich  die  Zahl  der  Werke  nur  infoferne  vermehrt,  als  ficli  eine
gröfsere  Anzahl  derfelben  den  gefetzlichen  Bedingungen  unterwarf,  unter  welchen
eine  Conceffion  erlangt  wird.  Die  Anzahl  der  betriebenen  Werke  fowie  der
Betriebspunkte  hat  wefentlich  abgenommen  ,  und  felbft  die  Fläche  ift  feit  1851
nur  um  circa  7000  Hektaren  gröfser  geworden.  Alle  diefe  Ziffern  deuten  darauf
hin,  dafs  der  belgifche  Kohlenbergbau  in  extenfiver  Hinficht  nicht  mehr  wächft
und  die  Zunahme  der  Produktion  nur  durch  erhöhte  Intenfität  des  Betriebes  erzielt
wurde.  Der  letztere  Umftand  fpricht  fich  am  deutlichften  in  der  Zahl  und  Kraft
der  verwendeten  Mafchinen  aus.  Es  ift  die  Anzahl  der  Pferdekiäfte  vom  Jahre  1851
bis  1872  geftiegen:  bei  Fördermafchinen  um  2115  Percent,  bei  Wafferhaltungsmafchinen
  um  85  9  und  bei  Ventilationsmafchmen  um  792  3  Percent.  Die  gefammte
Zahl  der  im  belgifchen  Kohlenbergbau  verwendeten  Dampfmafchinen  betrug  im
Jahre  1872  923  und  ihrer  Pferdekräfte  75-7°8.
Die  Kohlenpreife  waren  in  Belgien  in  normalen  Zeiten  nicht  billig,  find
aber  bei  der  letzten  ConjunCtur  der  Jahre  1872  und  1873  auch  nicht  in  ganz  fo
übertriebener  Weife  geftiegen,  wie  etwa  in  England.  Der  Durchfchnittspreis  per
Tonne  war  im  Jahre  1851  3  fl.  18  kr.,  ftieg  dann  im  Jahre  1854  auf  4  fl.  32  kr.  und
hielt  fich  mit  geringen  Schwankungen  auf  diefem  Richtmafs  bis  zum  Jahre  1872,
wo  eine  Steigerung  bis  zum  Durchfchnittspreife  von  5  fl.  32  kr.  ftattfand.  Stückkohle ­
  koitete  in  gewöhnlichen  Zeiten  8  bis  10  Gulden  per  Tonne,  Förderkohle
71/  Gulden.  Im  September  1873  ftand  in.Charleroi  Stückkohle  16  bis  17  Gulden,
Förderkohle  Xi  bis  13  Gulden,  Coke  20  Gulden  per  Tonne.  Am  Jahresfchluffe
waren  die  Preife  im  Weichen  begriffen.
Die  durchfclmittlichen  Verkaufspreife  in  der  Hauptftadt  Brüffel  Heilten
fich  im  März  1874  für  die  einzelnen  Sorten  per  Zoll-Centner  wie  folgt:

Kohlenpreife  in  Brüffel.

Beim  Verkaufe ­
  an

Körnige
Grieskohle

Gewöhnliche
Mafchinenoder
  Ziegelkohle ­


Förderkohle ­


Stückkohle

Ganz  grofse
Stückkohle

Kreuzer  öfterreichifcher  Währung  in  Silber.

Fette  Kohle

Induft  rielle
Private  .  .

36  bis  38
42  „  44

40  bis  42
48  „  5°

44  bis  46
54  n  56

64  bis  68
74  n  80

78  bis  84

Induflrielle
Private  .  .

Induflrielle
Private  .  .

36  bis  38
42  „  44

32  bis  34
38  „  4°

Halbfette  Kohle
40  bis  42  1  44  bis  46
48  „  5°  i  54  *  5<J
Magere  Kohle
36  bis  38  j  40  bis  42
42  „  44.'  \  46  „  48

68  bis  72
78  „  84

82  bis  88

60  bis  64  —  —
66  „  70  !  70  bis  72

In  diefen  Preifen  find  die  Koflen  der  Abfuhr  von  den  Bahnhöfen  in  Brüffel,
welche  im  Durfchnitte  3  kr.  öfterreichifcher  Währung  per  Zoll-Centner  betragen,
nicht  enthalten.  Preisveränderungen  folgen  in  neuefter  Zeit  immer  rafch  aufeinander, ­
  doch  hält  die  Kohle  der  verfchiedenen  Becken  bei  gleicher  Qualität  immer
            
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