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Kubikfuss (30,000 Kubikrn.). Mit anderen Worten die Thonet’-
sehe Fabrikation konsumirt ein bisher fast ausschliesslich nur
als Brennstoff verwendetes Waldprodukt in einem Quantum,
das alljährlich den Abtrieb von 250 Jochen (143 Hektaren)
Wald voraussetzt.
Thatsächlich werden grosse Quantitäten von Rohstoff im
Wege des Plänterns, d. h. des Aushiebes einzelner geeigneter
Stämme gewonnen. Namentlich an jenen Orten, wo wenig Ab
satz für Brennholz ist.
Zieht man die gesammte Produktion an Möbeln aus ge
bogenem Rothbuchenholz in Betracht, so kann man in Oester
reich eine Jahreserzeugung von einer Million Stücken im Ver-
kaufswerthe von drei Millionen Gulden (= 6 Millionen Mark)
annehmen, welche einen jährlichen Abtrieb von 500 Joch
(287 Hektare) Rothbuchenbeständen, d. h. einen in 100 jähri
gen Urntrieb regelmässig bewirthschafteten Forst von minde
stens 50,000 Jochen (28,750 Hektaren) Ausdehnung voraussetzt
und 7 — 8000 Menschen eine lohnende Beschäftigung gewährt.
Der Einfluss dieser Industrie auf die Waldrente ist natürlich
ein drastrischer.
Maschinen zum Biegen des Holzes.
Das Biegen des Holzes wird niemals durch Stösse, son
dern stets durch kontinuirlich wirkende, häufig durch stetig
anwachsende Druckkräfte bewerkstelligt. Ob dies nun die
Muskelkraft des Menschen oder ein anderer Motor ist, immer
wird diese Kraft durch Zwischenmaschinen auf das zu biegende
Holz übertragen. Eine grosse Mannigfaltigkeit von Einrich
tungen ist bei diesen Biegmaschinen zu bemerken, sie sind
häufiger als die übrigen technischen Probleme, die mit diesem
Verfahren Zusammenhängen, Gegenstand der Veröffentlichung
gewesen. Ich will auch in diesem Kapitel historisch vorgehen.
Ich spreche daher zuerst von der im Jahre 1843 in den Brevets
d’inv. (T. 67, p. 87) veröffentlichten